Tischabendmahl
„Tafelkreuz“

Gründonnerstag, 13. April 2017 (19.30 Uhr; Auferstehungskirche):

 

Seit März befindet sich in der Auferstehungskirche ein Podest, das in Gerüstbauweise hergestellt wurde. Es hat zwei Ebenen, die auch als Veranstaltungsfläche oder Ausstellungsort dienen können. Dieses Podest lädt ein zu einem Perspektivenwechsel, der ganz neue Einblicke und Eindrücke ermöglicht.

 

Am Gründonnerstag gedenken wir des letzten Abendmahls Jesu mit seinen Jüngern am Vorabend seiner Kreuzigung. Dieses Jahr nutzen wir das Podest und werden im Mittelgang und in den beiden Quergängen des Mittelschiffs Tische und Bänke aufbauen, an denen dann die Gemeinde Platz nehmen kann um das Abendmahl zu feiern.

 

Jesus hat sich mit Gegnern und Kritikern nicht nur auseinandergesetzt sondern sich mit ihnen auch zusammengesetzt. Das tut er auch heute noch mit uns.

 

„Das ist mein Leib“ sagte Jesus, als er mit seinen Jüngern beim letzten Abendmahl das Brot brach und weiterreichte. „Ihr seid der Leib Christi, wenn ihr Brot und Wein untereinander teilt und austeilt.“

Deshalb ist selbstverständlich das Abendmahl Zentrum der Gemeinde Christi und der Gemeinschaft der Christen. Am Gründonnerstag rückt dieses Jahr das Abendmahl auch in den Mittelpunkt und das Zentrum des Kirchenraums.

 

Wenn wir uns über die Seitengänge an die Tische begeben, kommen wir an den Bildern von Isabelle Braud vorbei. Sie hat Menschen in Fürth und Limoges interviewt, sie hat deren Lieblingsvasen gemalt und die Entstehungssituation und  Hintergründe beschrieben.

Alle diese Vasen, so verschieden sie auch sein mögen, repräsentieren dabei auch ein Stück bzw. einen Aspekt eines jeden Menschen - auch von mir, auch wenn mir das nicht immer ganz bewusst ist.

 

Im Grunde genommen sind sie ein Gleichnis der Runde der zwölf Jünger, die am letzten Abendmahl teilnahmen. Das waren nicht nur Heilige, sondern auch Menschen mit erheblichen Schattenseiten: ein Verräter, zwei Choleriker, zwei Angeber, ein Verleugner ...

So befinde ich mich „in bester Gesellschaft“ an einem Tisch und habe dort auch meinen Platz, genau so wie Sie!