Ausstellungen

 

24. September bis 17. Oktober 2017 (10-18 Uhr; Auferstehungskirche)
„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe“
Rauminstallation von Joachim Kersten
Glaube – Liebe - Hoffnung, diesem Zitat aus 1. Korinther 13 begegnet der Nürnberger Joachim Kersten auf dem künstlerischen Pfad und schafft im Innenraum des Podests in der Auferstehungskirche eine Installation mit gleichem Namen. Er nähert sich den Begriffen auf dem Weg des Materialhaften von Glas, Papier und Keramik sowie der Symbolkraft und der emotionalen Wirkung von Farben: In einer vorwiegend grünen Gestaltung des Raumes - Symbol der Hoffnung (esperantia) - entsteht eine ruhige, konzentrierte Stimmung, in der sich der Glanz von Rot - Liebe (caritas) – in zahllosen individuellen Lichtbrechungen ausbreitet. Die Frage nach der „blauen Seele“ - dem Glauben (fides) - konzentriert sich auf einen polymorphen Körper aus Keramik – vielgestaltig wie die zahllosen Fragen und Antworten. Es erwartet Sie ein meditativer Raum und die Magie der (Primär)farben. Die Installation im Podest befindet sich im Schnittpunkt der Kirchenachsen und damit im Schnittpunkt der vier Leitthemen des Ausstellungsprojektes ReformKiosk: Begegnung, Wandel, Freiraum und  Sinnsuche. Im Sinn der Farbenlehre ergibt die richtige Mischung der Primärfarben Rot, Blau und Grün das Weiß: Die Farbe des Lichts und des umgebenden Vorhangs des Ausstellungspodests. Christian Fritsche

 

16. Juli bis 17. September (10-18 Uhr; Auferstehungskirche)
Ausstellung „L’envol

L’envol – „Emporfliegen“ nennt der Armenier Arman Tadevosyan seine monumentale Bilderserie, die nach den Ausstellungen in den Kathedralen von Metz und Straßburg nun den Weg in die Fürther Auferstehungskirche findet. Schon die Hängung der Bilder behandelt das zentrale Thema WANDEL des Reformkiosks durch die ungewohnte Perspektive und Formate. Die BEGEGNUNG ist für Arman Tadevosyan ein zentrales Anliegen. Er pflegt die Künstlerbrücke zwischen seiner Heimat im Südkaukasus und seiner aktuellen Wahlheimat Frankreich, wir erweitern diese Brücke der BEGEGENUNG nach Fürth.

 

30. April bis 4. Juni (10-18 Uhr; Auferstehungskirche)

Ausstellung „Offene Altäre – Heilige Schätze“

Ein Altar ist Ort der Kommunikation von Menschen mit Gott. In der Regel bringen wir unsere Anliegen an Gott im gesprochenen oder gedachten Gebet vor. Aber auch Gegenstände können Gebetsanliegen symbolisieren, meine Fragen, meine Sehnsucht, meine innersten Gedanken ausdrücken, auf die ich mir eine Resonanz von Gott erhoffe. Die Künstlerin Johanna Klose hat nun die Idee solcher Themenaltäre, die besonders im Mittelalter geschaffen wurden, aufgegriffen und als Projekt für ganz unterschiedliche Gruppen in der Gemeinde angeboten. Vom Kindergartenkind bis zur Seniorin haben sich Menschen aus allen Altersgruppen in den vergangenen Wochen mit ihren Themen auseinandergesetzt und dazu aus alten Kommoden Altäre gestaltet, die dann ab Ende April in und um die Kirche aufgestellt werden. So hat sich eine Gruppe junger Mütter mit dem „Muttersein“ befasst, die Kinder des Kindergartens haben einen Naturaltar gestaltet. Dieser findet genau wie der „Außenseiteraltar“ von SchülerInnen des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums seinen Platz neben bzw. an der Außenwand der Kirche. BesucherInnen sind eingeladen, während der Dauer der Ausstellung auch eigene Schätze auf den Altären abzulegen. Alle Gegenstände können am Pfingstsonntag, nach dem Gottesdienst, wieder mitgenommen werden.

 

12. März bis 17. April (10-16 Uhr; Auferstehungskirche)

Ausstellung „Le vase préféré
Bilder von Isabelle Braud

Isabelle Braud lebt bei Limoges und ist bekannt für ihre partizipativen Projekte. Hier befragte sie 16 Personen, jeweils acht aus Fürth und Limoges, die in diesen Städten fremd sind oder waren. Anhand eines symbolhaften Objektes, der „Lieblingsvase“, erzählen sie einen Ausschnitt aus ihrem Leben. Isabelle Braud hat diese 16 verschiedenen Erinnerungen bildnerisch materialisiert in 16 großformatigen Gemälden.

Die Ausstellung ist Teil des Kunstprojektes ReformKiosk und setzt dessen zentrale Themen in Beziehung zueinander: Begegnung, Wandel und Sinnsuche. Die Ausstellung erfolgt in Kooperation mit den Städten Limoges und Fürth.

 

11. November 2016 bis 6. Januar 2017 (10-16 Uhr; Auferstehungskirche)

Ausstellung „Marienleben“. Collagen von Barbara Gsaenger

Fasziniert von dem Gedichtzyklus „Das Marienleben“ von Rainer Maria Rilke hat die Malerin und Architektin Barbara Gsaenger (geb. 1957) Szenen aus dem Leben Marias in berührende und  anmutige Szenen umgesetzt. Sie verwendet Fragmente aus Bildern der Renaissance und setzt sie zu ganz neuen Kunstwerken zusammen. In der Ausstellung in der Auferstehungskirche werden ihre Bilder zusammen mit den Texten Rilkes präsentiert. Die Künstlerin schreibt: „Es erstaunt, dass jemand den Blick nur auf die Mutter Jesu richtet. Und vor allem, dass jemand den Blickwinkel der Maria zum Thema macht. Plötzlich sieht man diese Frau mit anderen Augen. Da ist eine Persönlichkeit vor uns, die entlang der Ereignisse um ihr Kind alles erfährt und erlebt, was an Freude und Glück, an Sorge und Angst, Vertrauen, Liebe, Bewunderung, an Leid, Schmerz und Verzweiflung einem Menschen nur widerfahren kann. Darin ist sie uns nahe. Aber die Art, wie sie es annimmt, ist anders und es ist grandios. Sie durchlebt alles ausschließlich. Wenn Freude, dann höchste Freude, wenn Vertauen, dann abgrundtiefes Vertrauen. Sie rebelliert nicht, sie unterwirft sich dem, was geschehen soll. Sie nimmt es an. Aber sie erlebt es extrem. Wenn Schmerz, dann größter Schmerz. Sie ist eine „Frau des Himmels und der Erden“. Meine Vorliebe für Rilkes Gedichte und die zufällig gleichzeitige Beschäftigung mit den Bildern der Renaissance hat mich auf die Idee zu den Collagen gebracht. Ein Bild ist schöner und beeindruckender als das andere und Rilkes Worte und Gedanken in dem „Marien-Leben“ schienen mir so gewaltig, dass die Auswahl eines einzigen Bildes für ein Gedicht gar nicht ausreichend war.“ Die Ausstellung wird eröffnet mit dem Orgelkonzert „Rainer & Maria“ am 11.11.16 um 19.30 Uhr in der Auferstehungskirche (zugleich Eröffnungskonzert der Kirchenmusiktage). Der Gottesdienst in der Auferstehungskirche am 2. Advent wird die Person der Maria in den Mittelpunkt stellen.

 

5. Juni bis 31. Juli 2016 (10-18 Uhr; Auferstehungskirche)

Ausstellung „Fremde Heimat“. Collagen auf Papier von Ako Goran

Der Künstler Ako Goran stammt aus der südkurdischen Stadt Sulaimany im Norden des Irak. Von dort floh er 1996 nach Deutschland und ist inzwischen deutscher Staatsbürger. Die Auferstehungskirche zeigt eine Ausstellung seiner aus Zeitungspapier gestalteten Collagen.

Die Ausstellung wird eröffnet mit dem Gottesdienst um 9.30 Uhr und dem Kirchenkaffeekonzert um 16.00 Uhr.

Ako Goran schreibt über sich selbst:

Ich war fünf Jahre alt, als der gewalttätige Staatsapparat unter Saddam Hussein meinen Vater ermordete. Damals übernahm meine Mutter die Verantwortung für die Familie. Sie versuchte uns vor Gewalt zu schützen und Tropfen für Tropfen Farbe, Licht, Wärme und die schönen Dinge des Lebens in unsere Seelen zu pflanzen. Die Farben wuchsen mit mir und prägten meine Schritte, meine Tätigkeiten und meine Kunst. Die schönen Seiten der lebendigen Straßen, die Lehmhäuser, die farbigen Türen, die bunten Stoffe und Muster der Teppiche, das Lächeln der müden Arbeiter, die am Abend nach Hause gingen in einer altertümlichen Umgebung, das alles zusammen erschuf eine Atmosphäre familiärer Geborgenheit. Mein Größerwerden trennte mich mehr und mehr von der bunten Zuckerwatte. Die Straßen und die Lehmmauern änderten sich. Gewachsen sind Gewalt und Krieg. Das Regime und seine Männer schärften ihre Messer gegen die Bevölkerung. Die Schüsse wurden lauter und die Bomben knallten bedrohlicher. Ich beschloss Widerstand zu leisten, um die frische Luft und die Sonnenstrahlen zu erhalten, die mit Wucht die Seele wärmten und den Geist erleuchteten, und um die Kultur und die Kunst und die schönen Dinge des Lebens zu schützen. Trotz Hunger und großen existenziellen Sorgen haben wir damals zusammen mit anderen Künstlern eine Gruppe ins Leben gerufen. Die Kunst wurde unser Weg des Widerstandes. Mit ihr wollten wir die Farbe und die Schönheit des Lebens zeigen, damit sie vor den Augen der Menschen meiner Heimat nicht verloren gingen und vergessen wurden. Nach allen Zerstörungen malten wir für den Wiederaufbau. Die Straßen, die Mauern, die bunten Fenster wuchsen und strahlten. Freude und Ruhe kamen in die Seelen zurück. Das war die Aufgabe unserer Gruppe. Dieser Widerstand ist bis heute in mir. Seit ca. 20 Jahren lebe ich in Deutschland. Hier geht das Leben geruhsam vorbei, aber ich bin immer noch in diesem Zustand des Widerstand des Herzens, und der Wunsch, die schönen Dinge zu schützen, die ich aus meinem damaligen Leben mitgebracht habe, ist nach wie vor stark. Diese Schönheit will ich immer in meinen Bildern zeigen und bewahren. Das Licht in meiner Seele ist größer als die Dunkelheit. Ako Goran

 

 

Sonntag, 7. Februar bis 26. März (10-16 Uhr; Auferstehungskirche)

Alle in einem Boot – Karikaturen zur Einen Welt

 

Evangelisch-lutherische Christen gibt es nicht nur in Deutschland oder gar nur in Bayern. Was klingt wie eine Selbstverständlichkeit, ist gar nicht so. Bei manchen  endet das Kirchturmdenken bereits an den Grenzen der Evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern (ELKB).

Manchmal könnte man sogar neidisch sein auf die römisch-katholische Kirche. Sie atmet einen weltweiten Geist. In der sehr hierarchisch strukturierten Kirche gibt es eine verblüffende Vielfalt, die durch die verschiedensten Kulturen und Traditionen unterschiedlichster Nationen geprägt ist. Dagegen ist unsere evangelische Kirche in Bayern mehr als provinziell. Gelegentlich wird hier um Fragen gestritten, die außerhalb Bayerns allenfalls ein müdes Lächeln hervorrufen würden.

Das Themenjahr 2016 auf dem Weg zum Reformationsjubiläum betont gerade diesen Aspekt. Das Reformationsjubiläum ist nicht nur ein Lutherjubiläum, auch wenn natürlich mit einer Person viel einfacher geworben werden kann als mit einer Idee oder einem historischen Prozess. Zur reformatorischen Bewegung gehören nämlich auch andere wichtige und entscheidende Persönlichkeiten wie Johannes Calvin oder Huldrych Zwingli, der linke Flügel der Reformation, die Täufer, Mennoniten oder John Wesley. Sie alle trugen entscheidend dazu bei, dass die reformatorische Bewegung keine deutsche Erscheinung blieb, sondern ganz Europa erfasste und später weltweit in Erscheinung trat. So sind wir als ELKB heute dankbar für viele Impulse aus der weltweiten Ökumene, insbesondere anderer evangelischer Partnerkirchen.

Der 1. Sonntag im Februar ist seit einigen Jahren dem Thema „Partnerschaft“ gewidmet. Das Dekanat Fürth pflegt eine Partnerschaft mit dem Dekanat Siha in Tanzania. Wir leben in „Einer Welt“ und die abfällige, abstufende und abwertende Rede von einer dritten Welt gehört fast der Vergangenheit an.

Am Sonntag, 7. Februar wird im Gottesdienst in der Auferstehungskirche der Partnerschaften mit anderen Kirchen gedacht. Die ELKB hat Partnerschaften mit den evangelisch-lutherischen Kirchen in Brasilien, Tanzania, Papua-Neuguinea und Ungarn.

Mit diesem Gottesdienst wird auch eine weitere Ausstellung eröffnet, die uns durch die Passions- und Fastenzeit begleiten wird. Es sind Karikaturen, die das Verhältnis von Europa und Afrika auf verschiedene Weise in den Blick nehmen. Dabei wird uns ein Spiegel vorgehalten, in dem wir uns selbst erkennen können. Manchmal kann man nachdenklich und selbstkritisch schmunzeln. Manchmal bleibt einem aber auch das Schmunzeln im Halse stecken, wenn beim Betrachten der Karikaturen drastisch deutlich wird: unser Wohlstand und die aktuelle Flüchtlingswelle beruhen auch auf dem Hunger und der Armut anderswo.

 

1. – 25. November 2015, 10-16 Uhr

Landart - Erkunden, Erfassen, Erschaffen.

Fotoausstellung

SchülerInnen des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums,

 

Landart ist Kunst, mit und in der Natur gemacht. Es bedeutet, mit Naturmaterialien, die man vor Ort findet, Altes neu zu beleben, Neues zu schaffen und Verborgenes zu entdecken. Genau das haben wir, 7 SchülerInnen des P-Seminars Kunst ein Jahr lang gemacht. Wir haben Werke von berühmten KünstlerInnen nachempfunden und, von ihnen inspiriert, selbst Neues geschaffen. Die Ergebnisse dieser Tage im Stadtwald und unserem Wochenende in der Fränkischen Schweiz dürfen wir nun in einer Foto-Ausstellung in der Auferstehungskirche präsentieren.Die Ausstellung wird am Sonntag, den 8. November, um 11.00 Uhr mit musikalischen Impressionen eröffnet. Philipp Heinzel

 

20.9. bis 25.10.2015:
"Seelenreise. Bilder aus einer anderen Welt".
Wasserfarben auf Papier.
Burghard Knaut

Burghard Knaut (geb. 1938) malt seit seiner Kindheit Bilder aus dem Unbewussten. Mit diesen Bildern erschließt er sich die in der Tiefe der Seele ruhenden guten Kräfte. Entscheidend ist dabei der Prozess des Malens, mit dem die Bilder erst entstehen – oder, wie es Pablo Picasso formuliert hat: „Man denkt sich ein Bild nicht aus, es entsteht vor dem inneren Auge. Es ändert sich, während es entsteht, mit jedem neuen Gedanken“. Vorbilder sind für den Künstler Knaut besonders die surrealistischen Maler wie Max Ernst, René Magritte und Salvador Dalí.

Eröffnung am Sonntag, 20.09, 9.30 Uhr, mit einem Gottesdienst zur Ausstellung.

 

6. bis 9. August 2015:
"Hiroshima"
Plakate und Skulpturen von Osamu Kataoka, Masahiro Emura, Katsuhito Tsuboi, Atsuko und Kunihiko Kato

 

KunihikoKATO Lebewesen

 

 

 

24.5. bis 2.8.2015:
"Mutig, glücklich, hoffnungsvoll - Menschen der Bibel".
Bilder zum Mitfühlen.

Arbeiten in Acryl und Ölfarbe.
Dorothée Müller

 

Wie kann man aus den Texten der Bibel neue Bilder schaffen? Beim Suchen und Finden, auf den Spuren der biblischen Menschen ergibt sich eine Auseinandersetzung mit fremden Sitten und Traditionen – ohne alles verstehen zu müssen. Die Bilder wollen die Stimmung bewahren, für sich und andere, Form und Farbe Einfluss nehmen auf unsere ureigene Erinnerung, unsere Vorstellungskraft und Empfindung. Eröffnung am 24.05.2015, 9.30 Uhr mit einem Gottesdienst zur Ausstellung.

 

28.2. bis 4.4.2015:

"Im Spiegel des Augenblicks"
Installation: Gegenstände und Ereignisse im Geflecht der Erinnerung. Aspekte der Vergänglichkeit in Objektkunst.

Petra Annemarie Schleifenheimer

 

Mit ihrer Installation „Im Spiegel des Augenblicks“ lädt Petra Annemarie Schleifenheimer zu ganz persönlicher Reflexion ein. Und was liegt dem Menschen dabei näher, als der Blick in den Spiegel?

Und was könnte spannender sein, als zugleich einen Blick in die Vergangenheit anderer Menschen zu werfen?

Die Künstlerin verband beides miteinander und bat kurzerhand ganz verschiedene Frauen, die sich in den unterschiedlichsten Lebensphasen befinden, um einen Taschenspiegel. Auf diese Spiegel schrieben sie ein Datum, das in ihrem Leben eine besondere Bedeutung hat. Worin diese Bedeutung liegt, bleibt ein Geheimnis. Was die Frauen an ihrem Tag im Spiegel gesehen haben mögen, verraten sie nicht. Glück oder Tränen, Liebe oder Hass, Neues oder Gewohntes – über allem lag der Schleier der schweigsamen Erinnerung.

„Die Spiegel-Sammlung und das Vertrauen der Frauen begeisterten mich“, erinnert sich die Künstlerin an die erste Phase ihrer Arbeit, „doch um all die ungewohnten Perspektiven, die mit diesen Spiegeln erinnert, erspürt, erblickt wurden, zum Sprechen zu bringen, bedurfte es noch eines weiteren Anstoßes.“ Der bot sich Petra Annemarie Schleifenheimer mit einem Gedanken des Philosophen Byung-Chul Han: „Es gibt nur sprachlose, lärmende Kommunikation, das ist ein Problem.“

Dieses Zitat ließ die Künstlerin nicht los und wurde schließlich zur gedanklichen Klammer der Installation. Die neu gewonnene Struktur gab den Ideen einen Halt und zugleich den Raum, den sie zur vollen Entfaltung brauchten. Im Spiegel der Sprache fordert die Installation jetzt ihre BetrachterInnen zum ganz individuellen und sehr persönlichen, fast schon intimen Dialog auf. Gedanke trifft auf Gedanke, wenn das fremde Auge in den Spiegel blickt, der eine andere Person begleitete.

Die Ausstellung versucht nun mithilfe des Mediums Buch, das Problem der sprachlos lärmenden Kommunikation zu lösen. Sie lädt ein, den persönlichen Geschichten nachzuspüren, die die Spiegel der 70 Frauen erzählen, und den stillen Zeitzeugen – Zeugen von persönlichen Erlebnissen und Erinnerungen – aufmerksam zu folgen.

„In 70 Büchern fand ich die Pendants zum gespiegelten Gedanken. Sie alle fordern die BesucherInnen auf zum leisen Dialog im Rahmen einer dynamischen Installation, die von jedem/r einzelnen BesucherIn und ihrer /seiner persönlichen Reaktion mitgestaltet wird.“

Man darf gespannt sein auf eine bewegte und bewegende Kunstinstallation und auf die inspirierende Begegnung mit einer besonderen Künstlerin, die bei der Vernissage anwesend sein wird.

 

26.9. - 30.11.2014:

"Erzähl mir von der Nacht, die das Licht gebar"

Thomas Gleb

 

Die Ausstellung von Thomas Gleb, geboren 1912 in Lodz (Polen) und gestorben 1991 in Angers (Frankreich), zeigt die Arbeiten eines in Polen geborenen, jüdisch erzogenen Künstlers, der seine künstlerische Freiheit in Frankreich gesucht und gefunden hat.

Der Eindruck von Krieg und jüdischer Résistance, seine Flucht aus dem Zug der Deportation und seine Offenheit für Themen wie Licht, Stille und Spiritualität, die alle Religionen umfassen, prägten einen sensiblen, weltoffenen und friedliebenden Menschen mit großem Tiefgang. Teppiche, Zeichnungen, Ölmalereien, Objekte, Architektur, Gedichte sind Zeugnisse seines Schaffens.

In der Auferstehungskirche werden unter anderem Arbeiten zum Thema der zwölf Stämme Israels zu sehen sein.

Zeitgleiche Ausstellungen von Thomas Gleb gibt es in der katholischen Kirche Unsere Liebe Frau und in der Galerie in der Promenade Fürth. Sie ergänzen und erweitern die Ausstellung in der Auferstehungskirche.

Die Vernissage wird am Donnerstag, den 25.09. um 19 Uhr in der „Galerie in der Promenade", Hornschuchpromenade 17, stattfinden, herzliche Einladung!

Führungen durch die Ausstellungen im Rahmen der Stadt(ver)führungen starten am Freitag, den 26.09. und am Sonntag, 28.09. jeweils um 17 Uhr in der Galerie. 

Weitere Begleitveranstaltungen:

Führungen bei den Ateliertagen am 18. und am 19.10., ein Themengottesdienst am 09.11. in der Auferstehungskirche,

Finissage am 30.11. 

 

10. 5 - 29.7.2014:
Der Schöfungstext gespachtelt.
Acryl- und Ölbilder.
Irmgard Pohl

 

Die Künstlerin Irmgard Pohl beschreibt ihre Ausstellung so:

„‚Es werde Licht‘ ist ein Satz, den ich immer bei der Betrachtung von Bildern William Turners im Kopf habe. Nachdem ich mein eigenes ‚Turner-Bild’ geschaffen habe, kam mir die Idee, den ganzen Schöpfungstext zu bebildern. Nun freue ich mich, dass das Resultat in einer Ausstellung in der Auferstehungskirche zu sehen sein wird.

Wie komme ich zum Malen? Ich bin mit 18 Jahren ertaubt und habe mich auf die Suche gemacht, wie ich den Wegfall von Musik ausgleichen könnte. Das Buch ‚Der Weg des Künstlers‘ von Julia Cameron war mir dabei eine große Hilfe. Geduldige Lehrer waren mir Fürther Künstler als Dozenten an der VHS.

Nun spiele ich eben mit Farbe anstatt auf dem Klavier. Und weil ich ein ungeduldiger Mensch bin, benutze ich eine Spachtel anstatt Pinsel. Ich mag farbenfrohe und farbintensive Bilder und allermeistens verfälsche ich die Naturfarben, z.B. male ich weiße Kreidefelsen schön dunkelrot!

Inspirieren lasse ich mich vom Wind, der das Gras bewegt, vom Meer, das auf Felsen ‚reindrischt‘, von Bergen, die ich zeternd hochschnaufe und Bäumen, die mir auf dem Weg begegnen. Und natürlich von den wunderschönen Bildern anderer Maler.Ich glaube an Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und die Ausstellung ist wohl ein kleiner Dank und mein kleiner Beitrag zu seiner fortwährenden Schöpfung.

‚Ich hoffe, die Bilder gefallen!‘"
Die Ausstellung wird am Samstag, den 10.5. um 18.30 Uhr mit dem Auferstehungskonzert eröffnet. Zu Beginn gibt es eine Einführung in die Ausstellung und das Konzert. Die Finissage ist am Dienstag, 29.07. um 18.30 Uhr bei den AbendKunstKlängen mit dem Christrosen-Quintett.

 

15. März - 19.4.2014:
 "12 Minuten". Einsätze von Notärzten

Fotografiert von Berufsschülerinnen und -schülern.

 

Maximal 12 Minuten soll es in Deutschland dauern, bis ein Rettungswagen bei einem Notfall eintrifft. 12 Minuten im Schock, voller Bangen und Hoffen für die Betroffenen und ihre Angehörigen.

Unter der Leitung von Dr. med. Peter Hauser und Pfarrer Ulrich Obermeyer haben neun junge FotografInnen der Beruflichen Schule 6 in Nürnberg Einsätze eines Notarztes, des BRK Fürth und der Berufsfeuerwehr Fürth begleitet und aus ihrem Blickwinkel festgehalten.

Der Arbeitskreis Kunst und Kirche der Auferstehungskirche bietet mit dieser Ausstellung Einblicke in einen Bereich, vor dem man gerne die Augen verschließt oder als Voyeur gerne nur von ferne zuschaut, erleichtert, nicht selbst anstelle der Betroffenen zu sein.

Eröffnet wird die Ausstellung am 15. und 16. März mit zwei Veranstaltungen, die die Möglichkeit bieten, sich verschiedenen Facetten des Themas anzunähern:

Die „Musik zur Passion" am Samstag abend um 18 Uhr erzählt „Geschichten von Not und Rettung" mit Musik von Elisabeth Jacquet de la Guerre (1665-1729) und Barbara Heller (geb. 1936).

Am Sonntag morgen dann um 9.30 Uhr gibt es einen Themengottesdienst mit dem Notfallseelsorger Pfarrer Udo Götz. Zu diesem Gottesdienst sind besonders die Rettungskräfte aus der Region eingeladen. Ein anschließendes Gespräch bietet auch die Möglichkeit, Einblicke in deren Arbeit zu bekommen.

Und schließlich bietet das Bildungswerk am 07. April einen Gesprächsabend an (um 19.00 Uhr in der Otto-Seeling-Promenade). Pfarrerin Barbara Hauck aus der Beratungsstelle der Cityseelsorge in Nürnberg wird diesen Abend zum Thema „Wenn uns Böses widerfährt – Vom Umgang mit Krisen" gestalten. Anmeldungen dazu sind über das Bildungswerk (fon 74 57 43) möglich.

 


22.9.-3.11.:
"Kinder, Kunst und Kirche"- Kinder philosophieren über Gott
Kinder der Kindertagesstätte Auferstehungskirche
 

Vor einem halben Jahr bildeten sich im Hort und im Kindergarten der Auferstehungsgemeinde drei Philosophiergruppen. Einmal wöchentlich gingen sie verschiedenen Fragen des Lebens und Glaubens auf den Grund. Dabei und auch beim Zeichnen, Malen, Töpfern oder Fotografieren arbeiteten die Kinder ihre Gedanken und Erkenntnisse aus, die nun in der Ausstellung „Kinder, Kunst und Kirche" zu sehen sind.

Die Kinder fragten sich etwa, wie das mit dem Glauben denn so sei: „Warum glauben Menschen an Gott und beten?" oder „Wie stellst du dir Gott vor?"

Auch die Bibel war Gegenstand der Philosophiergruppen: Eine Gruppe befasste sich mit dem Themenkreis Ostern, während eine zweite das Gleichnis vom verlorenen Sohn unter die Lupe nahm. Und mehrere Male wurde über die Geschichte der Arche Noah nachgedacht, anhand des Bibeltextes und unter Verwendung des Kinderbuches „An der Arche um Acht".

Wie kreativ die Kinder hierbei waren, dokumentiert die Ausstellung.

Das Nachdenken über die Welt, Gott, das Verhalten der Anderen und das eigene Tun macht den Kindern großen Spaß. Hier können sie sich auf die Suche nach eigenen Antworten auf ihre Fragen machen. Man tauscht sich aus, hinterfragt eigene Aussagen oder die der anderen und betätigt sich als „Sprachkünstler", wenn es darum geht, Begrifflichkeiten zu klären.

Ein Beispiel hierfür ist die Diskussion, ob die Farbe „grün" zum Begriff „Streit" passt: Maria Clara: „Grün ist die Hoffnung und deshalb passt es gar nicht!"

Ben: „Ja genau! Es heißt ja auch: Alles im grünen Bereich. Deshalb passt es auch nicht."

Noah: „Doch! Weil wenn man sich streitet, ärgert man sich auch. Und dann sagt man ja auch: Ich ärger mich grün und blau."

Die Kinder bestimmten durch ihre Diskussionen selbst das jeweilige Thema.

So wurde aus der Arche Noah eine Diskussion zum Thema Streit, und dann zum Krieg und von dort zu Adolf Hitler. Und plötzlich war ein Gespräch im Gange, das die von Emma (8 Jahre) aufgeworfene Frage „Wie konnte Adolf Hitler so böse sein und viele Menschen umbringen und gleichzeitig in die Eva Braun verliebt sein?" zu beantworten versuchte.

Die philosophischen Gespräche eröffneten den Kindern Raum und Zeit sich mit Inhalten auseinanderzusetzen, die oftmals in unserer heutigen Gesellschaft keinen rechten Platz mehr haben. Diese Kultur der Nachdenklichkeit, die ernsthafte Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen begeisterte auch uns Erzieherinnen. Oftmals staunend über die Sicht der Kinder auf die Welt war dieses Projekt für uns alle eine große Bereicherung und wir würden uns freuen, wenn wir auch Sie damit bereichern könnten.

Am 22. September startet die sechswöchige Ausstellung mit einem Eröffnungsgottesdienst in der Auferstehungskirche. Neben der Dokumentation gibt es die Möglichkeit thematisch passende Bilderbücher zu betrachten. Und man kann sich auch selbst als Gedanken-, Mal-, oder Sprachkünstler ausprobieren.

Martina Steininger, Erzieherin im Kindergarten „Ein Haus für Kinder und Eltern"

 

14.6. bis 31.7.2013:

"Bilder als Kraftquelle"
Landschaften und Psalmen in Acryl und Öl

Ingrid Frosch

 

Die Zirndorfer Künstlerin Ingrid Frosch zeigt ab Mitte Juni eine Ausstellung ihrer Werke in der Auferstehungskirche Fürth.

Zwei Elemente beeinflussen die Entstehung ihrer Bilder: Motive der Natur und biblische Verse, vor allem Psalmen, die sie zu den Bildern in Beziehung setzt. Die Motive der Ausstellung sind gegenständlich, realistische Malarbeiten genauso wie abstrakte Bilder in Acryl-Spachteltechnik, vermischt mit Naturmaterialien.

Frau Frosch beschreibt ihre Arbeiten so: „Ich male seit 2005 hauptsächlich mit Acryl- und Ölfarben auf Leinwand. Das Thema meiner Bilder ist vor allem das Licht in Landschaften: Sonnenuntergänge, Nebelstimmungen, Licht und Schatten unter Bäumen, Mondlicht hinter Wolken, Spiegelungen im Wasser. Ich möchte meine Motive möglichst realistisch darstellen, so dass man mit den Augen darin spazieren gehen kann. Anregungen dazu finde ich überall in der Umgebung: um die Ecke auf dem Feldweg, oder auf zahlreichen Fotos, z.T. auch aus Urlauben.

Zu meinen Bildern suche ich nach passenden Bibeltexten. So kann ein ansprechendes Bild einen Bibelvers veranschaulichen und verdeutlichen. Als Texte für die Bilder verwende ich nicht nur Psalm-Verse, sondern auch andere Verse aus dem Alten und Neuen Testament. In diesen Versen geht es sowohl um Natur (Wolken, Berge, Himmel), als auch um die Beziehung der Menschen zueinander und zu Gott (Liebe, Vertrauen, Schuld, Vergebung).

Seit 2012 male ich auch Bilder in Acryl-Spachteltechnik, in die ich verschiedene Steinchen und Sande einarbeite. Meistens nehmen diese Werke wieder Bezug zu natürlichen Motiven."

Die Ausstellung wird am 14. Juni um 19.30 Uhr mit einem Liederabend eröffnet. Stephanie Spörl und Ingeborg Schilffarth singen Werke von Fanny Mendelssohn, Clara Schumann u.a., begleitet von Sirka Schwartz-Uppendieck am Klavier. Eintritt 7/5 Euro.

 

24.2. bis 30.3.2013:
"Innenansichten 2".
Kunstgruppe der Evangelischen Seelsorge in der JVA Nürnberg

„Innenansichten" in vielerlei Hinsicht: Die Kunstgruppe der Evangelischen Seelsorge in der Untersuchungshaft an der JVA Nürnberg geht den Schritt an die Öffentlichkeit mit einer Ausstellung ihrer Werke - dieses Mal in der Auferstehungskirche Fürth.
Die Kunstwerke, die gezeigt werden, gewähren Einblick in manche Seelenlandschaft von Menschen hinter Gittern.
Für den dort seit Ende 2003 tätigen evangelischen Seelsorger, Pfarrer Frank Baumeister, gehört das bildnerische Gestalten in einen religiösen Gesamtzusammenhang: Gott hat den Menschen verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten gegeben.
In der wöchentlich stattfindenden Kunstgruppe, die im Team durch die Sozialpädagogin Sabine Schnee und den JVA-Seelsorger Frank Baumeister geleitet werden, können 12 Gefangene verschiedener Konfessionen und Religionen diesen Möglichkeiten Ausdruck geben.
In den Gruppentreffen werden die Themen abgeklärt und die Arbeit besprochen. Entwürfe und Zwischenschritte werden in der Gruppe diskutiert. Die eigentliche gestalterische Arbeit erfolgt dann auf der Zelle.

Das Leitungsteam betont, dass bei den Untersuchungshaftgefangenen, die sich ja die meiste Zeit unter Einschluss befinden, ein völlig neuer Raum für sich selbst entsteht. Die Gefangenen können sich neu ausprobieren, sich mit dem eigenen Tun auseinandersetzen und neue Fähigkeiten entdecken.

Die Gruppe ist außerdem ein wichtiger Gegenpol zum Haftalltag.

Es wird vor allem mit den Materialien Papier, Pinsel, Wachsmalkreiden, Buntstift, und manchmal auch mit Tubenfarben oder Stoff gearbeitet, wobei die Materialkosten aus Spenden und vom Verkauf der Werke bestritten werden oder Material aus der JVA beschafft wird.

Nehmen Sie teil an den Gedanken und Gefühlen aus der Zelle, die den Betrachtenden über das Bild ungefiltert erreichen. Frank Baumeister

 

14.10.-25.11. 2012:

"Lesen steckt an"
Bilderbücher

 

Auf zwei stolzen Ritterburgen leben die Ritter Rüstig und Rostig mit ihren schönen und lieblichen Frauen. Scheinbar nichts kann das friedliche Miteinander der beiden trennen, bis sie eines Tages etwas ganz Besonderes, Wunderschönes entdecken.

Nach Ritterart streiten die beiden mit bösen Worten und gemeiner Hinterlist bis zu ihrem fast bitteren Ende ...

In der „Lese-Zeit" des Herbstes zeigt die Kirchengemeinde Auferstehung eine Ausstellung mit diesem und anderen für Kinder und Erwachsene besonders empfehlenswerten Bilderbüchern. Die ausgestellten Bilderbücher beschäftigen sich in künstlerisch ansprechenden Bildern auf liebevolle und manchmal humorvolle Art mit dem Kirchenjahr, mit religiösen Fragen wie Tod und Sterben sowie mit Themen aus dem Alltag mit Kindern.

Herzlich eingeladen sind junggebliebene Erwachsene und Eltern mit kleinen und größeren Kindern, wieder einmal in die Welt von Kindern einzutauchen. Die bunten Bilder laden zum Betrachten und Entdecken ein und wer besonders an einem Buch Gefallen gefunden hat, kann dieses in aller Ruhe von vorne bis hinten lesen. Nach den Gottesdiensten und Begleitveranstaltungen gibt es die Möglichkeit, die vorgestellten Bücher an einem Büchertisch zu kaufen.

Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 14. Oktober um 11 Uhr mit einem Erzähltheater für Kinder und Erwachsene. Sigi Wekerle, bekannt durch 6auf Kraut-Imporvisationstheater, gibt eine ganz eigene Darstellung des Buches „Ritter Rüstig und Ritter Rostig" zum besten, die ein Vergnügen für die ganze Familie verspricht. Am Sonntag, den 18. November gibt es einen Familiengottesdienst zur der Geschichte vom „Schuster Martin". Achtung: Lesen kann ansteckend sein!

 

6.8.-9.8. 2012:

Installation von Atsuko Kato

 

Anlässlich der Gedenkfeier am Hiroshima-Denkmal installierte Atsuko Kato aus japanischem Packpapier gefaltete Kraniche in der Auferstehungskirche.

Die Kraniche bildeten ein Spalier auf den Bänken und waren auf dem Taufstein, dem Ambo, dem Altar und dem Flügel installiert.

Auf die Kraniche waren die Jahreszahlen der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, sowie der Reaktorkatastrophe von Fukujima geschrieben.

 

19.6.-30.7. 2012:

"Glaubenskunst - Kunst des Glaubens".

Fürther Schulklassen

 

Der Arbeitskreis „Kunst und Kirche" an der Auferstehungskirche hat verschiedene Schulklassen dazu aufgerufen, sich im Kunstunterricht mit dem Thema „Kunst und Glauben" zu beschäftigen.

Angeregt werden sollte damit die künstlerische Auseinandersetzung von Kindern und Jugendlichen mit Grundthemen des Glaubens wie Gottesbilder, Jesusbilder, Schöpfung, Tod und Auferstehung, Hoffnung u.ä. In den Kunstwerken soll zum Ausdruck kommen, welche Gedanken und Fragen Jugendliche heute in Bezug auf den Glauben beschäftigen und welche Glaubensgedanken sie entwickeln.

Die Klassen 5a und 8cG der Otto-Seeling-Schule (Lehrerinnen Jutta Amann und Marion Erben) und die Klasse R7b der Hans-Böckler-Schule (Lehrerin Ann-Kathrin Ottmann) haben sich nun an dieser Ausstellung beteiligt.

Zu sehen sein werden ausgewählte Werke der Schülerinnen und Schüler in der Auferstehungskirche ab Dienstag, den 19. Juni bis zum Sonntag, den 29. Juli, täglich von 10-18 Uhr.

Im Rahmen der Abendkunstklänge am 19. Juni wird die Ausstellung mit einem Schülerkonzert der Bigband des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums eröffnet.

 

21.-29. April 2012

"Dreizehn Monate"
Quilts

Gertrud Trojanski
 

Wir leben im Rhythmus der Jahreszeiten.

Erich Kästner hat dies in seinem Gedichtszyklus „Die 13 Monate" beschrieben und dabei jeden Monat mit seinen besonderen realen Erscheinungsformen und dessen Bezügen zum menschlichen Leben skizziert.

Der dreizehnte Monat spottet über die menschliche Hybris, bzw. dem Wunsch nach Perfektion.

Die bildhafte Übertragung dieser Monatsgedichte schuf Gertrud Trojanski mit zwölf bildreichen Quilts und einem Arbeitsbuch. Erich Kästners sprachliche Vorstellungen werden dabei in optisch wahrnehmbaren Stoffarbeiten dargestellt.

 

Soirée zur Eröffnung der Ausstellung "Die Dreizehn Monate" am Freitag, 20.4. um 19.30 Uhr in der Auferstehungskirche.

Rezitation der Gedichte: Dr. Willi Thürauf, Moderation: Marie-Louise Meyer-Harries, musikalische Gestaltung: Michael Herrschel (Gesang) und Sirka Schwartz-Uppendieck (Klavier)

 

29. Februar bis 7. April 2012
"Todsünden? Sieben Fragen an mein Leben"

Kerstin Hlawa und Robert Baloiu

 

Auf Anregung des Arbeitskreises Kunst und Kirche haben die Malerin Kerstin Hlawa und der Maler Robert Baloiu unter dem Motto „Todsünden? Sieben Fragen an mein Leben" je einen siebenteiligen Bilderzyklus geschaffen.

 

Die Vernissage findet am Mittwoch, dem 29. Februar um 19.30 Uhr im Rahmen einer Passionsandacht in der Auferstehungskirche statt. Sirka Schwartz-Uppendieck spielt dabei als musikalische Umrahmung die Nummern 1 und 2, „Ira" (Zorn) und „Superbia" (Hochmut, Stolz) aus dem Orgelzyklus „Die sieben Todsünden" von Horst Lohse. Michael Herrschel liest dazu die Prosaminiaturen: „Hilfe, nicht streiten!" und „Der Pfau im Spiegel".

 

27. November 2011 bis 6. Januar 2012

"Mutig gegen den Landraub"
Brot für die Welt

 

Die Aktion „Brot für die Welt" steht in diesem Jahr unter dem Motto „Land zum Leben - Grund zur Hoffnung".

Die bayerische Eröffnung der 53. Aktion findet am 27. November um 10 Uhr in der Fürther St. Michaelskirche statt.

Das Dekanat Fürth möchte in diesem Jahr besonders das argentinische Projekt „Mutig gegen Landraub" unterstützen.

Eine kleine Fotoausstellung mit Bildern und Texten zu diesem Projekt ist ab dem ersten Advent bis Weihnachten von 10 bis 16 Uhr in der Auferstehungskirche zu sehen.

Dieses Projekt verdeutlicht exemplarisch, wie „Brot für die Welt" arbeitet.

In diesem Fall ist es das Thema „Gerechtigkeit", das dabei im Vordergrund steht.

Im argentinischen Chaco machen skrupellose Vertreter des Agrobusiness den indigenen Völkern ihr Land streitig.

Mit Hilfe moderner Geoinformationssysteme und engagierter Lobbyarbeit verhilft die Organisation ASOCIANA den Indigenen zu ihrem Recht.

Auch dieser Dezemberausgabe unseres Gemeindebriefes sind deshalb wieder Informationsprospekte und „Brot für die Welt"-Tüten beigefügt, die Sie während der Advents- und Weihnachtszeit in den Klingelbeutel werfen oder im Pfarramt abgeben können.

 

25. September bis 6. November 2011

"Stiften gehen oder: wann macht Geld glücklich?"

 

Mit genügend Geld kann man Vieles anfangen: das unmittelbar Nötigste bezahlen, seine Zukunft finanziell absichern, sich lang gehegte Wunschträume erfüllen und vieles mehr – aber macht Geld auch glücklich? Dieser Frage geht die Ausstellung in der Auferstehungskirche nach. Sie beschäftigt sich mit Stiftungen früher und heute und beschreibt, was Stifterinnen und Stifter veranlasst hat, ihr Geld für einen guten Zweck freiwillig herzugeben.

Und sie stellt außerdem bestehende Stiftungen in unserem Dekanat Fürth vor und nähert sich so der Antwort: Ja, auch Geld kann glücklich machen!

Viele Fotos und erläuternde Texte erklären dem Betrachtenden, was alles durch Stiftungen möglich gemacht wurde: Menschen konnte geholfen werden, die Unterstützung brauchten und Dinge konnten angeschafft werden, für die sonst kein Geld da war. Eine Bereicherung unglaublichen Ausmaßes tut sich auf. Diese Ausstellung befriedigt geschichtliches Interesse genauso wie das Bedürfnis nach aktuellen Informationen und gibt ganz nebenbei Antworten auf viele Fragen rund um die Themen Geld, Glück und Zeit.

Schirmherr der Ausstellung, die von der Landeskirchenstelle in Ansbach initiiert seit Jahren durch Bayern wandert, ist der noch bis Ende Oktober im Amt befindliche Landesbischof Dr. Johannes Friedrich.

Der Arbeitskreis „Kunst und Kirche" der Auferstehungsgemeinde hat die Ausstellung nun nach Fürth geholt. Sie ist täglich von 10-18 Uhr (ab 30.10. bis 16 Uhr) in der Auferstehungskirche zu sehen.

Zwei Begleitveranstaltungen sind im Oktober geplant:

Eine Führung durch die Ausstellung am Freitag, den 21. Oktober um 16.00 Uhr

und der Vortrag „erben, schenken, stiften" am Sonntag, den 23. Oktober um 11.00 Uhr, ebenfalls in der Kirche. Näheres dazu im Oktober-Gemeindebrief.

Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 25. September um 09.30 Uhr mit einem festlichen Gottesdienst, bei dem Dekan Jörg Sichelstiel die Predigt halten wird. Nach dem Gottesdienst gibt es eine Einführung in die Ausstellung.         Sabine Thumer

 

28. Juni -26. Juli 2011:
"Gotische Kirchenfenster"
Schülerinnen und Schüler der Leopold-Ullstein-Realschule

Die Ausstellung „Gotische Kirchenfenster" wird am 28.6. um 17.30 Uhr mit den ersten AbendKunstKlängen dieses Jahres eröffnet. Die Bilder wurden von Schülerinnen und Schülern der 7. Jahrgangsstufe der Leopold-Ullstein-Realschule im Rahmen eines fachübergreifenden Mittelalter-Projektes gemalt und gestaltet, unter der Leitung von Daniela Arnold und Martina Bernet. Im Mathematikunterricht lernten die SchülerInnen Konstruktionen, um die geometrischen Formen zeichnen zu können. Im Kunstunterricht wurden durch das Zeichnen und Gestalten der Fenster die kunstgeschichtlichen Epochen Romanik und Gotik vertieft. Die Themenstellung lautete schließlich: „Konstruiert ein gotisches Kirchenfenster frei nach eurer Fantasie und gestaltet es farbig."Hierbei stand die Kreativität der SchülerInnen im Vordergrund. Ausgestaltet haben die SchülerInnen die Fenster mit Buntstift, Filzstift, Kreide und Wasserfarben. Auch Plexiglas wurde bemalt oder beklebt.

Daniela Arnold unterrichtet Deutsch, Kunst und Werken an der Leopold-Ullstein-Realschule und Martina Bernet, die Kollegin dieses Gemeinschaftsprojekts, unterrichtet die Fächer Kunst, Werken und Informationstechnologie.

Die Ausstellung ist vom 28.06.-26.7. täglich von 10-18 Uhr geöffnet

 

14. Mai -19. Juni 2011:

"Dunk(h)ell - Von der Dunkelheit zum Licht"
Glasmosaiken
Margaretha Maria Mayr

Wie in unserem deutschen Wort „dunkel" das Wort hell bereits mit enthalten ist (wir schreiben es zwar nicht, doch wir sprechen es so aus), so ist auch im Dunklen bereits das Licht mit angelegt.

Auch wir Menschen erleben zeitweise dunkle und schwere Zeiten und es gilt, durch sie hindurch zu gehen, um gereift wieder erstrahlen zu können. Oft machen wir gerade in solchen Lebensphasen unsere größten Entwicklungsschritte und lernen uns dabei besonders intensiv kennen.

Für die Ausstellung „Von der Dunkelheit ins Licht!" habe ich Mosaikbilder angefertigt, die hauptsächlich die Bereiche Licht, Schatten, transformierende Feuer, innere Reifungsprozesse bis hin zum freudigen Erkennen und fröhlichem Aufblühen thematisieren. Margaretha Maria Mayr

Die Ausstellung wird am 13.5. um 20 Uhr mit Musik und einem Glas Sekt eröffnet.

Der Konzertchor Nürnberg-Fürth und das KlangKonzepteEnsemble der Neuen Pegnitzschäfer singen und musizieren unter der Leitung von Christian Gabriel, Klavier und Sirka Schwartz-Uppendieck, Orgel. Zu hören ist ein Chor- und Orchesterkonzert mit Werken von Joseph Haydn und Eva-Maria Houben. Einen besonderen Part in dieser Uraufführung übernimmt auch der Liturgische Chor der Auferstehungskirche, einstudiert von Sirka Schwartz-Uppendieck.

 

16. März -22. April 2011:
"Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"
Verein "gaga"

In der Passionszeit wird in der Auferstehungskirche die Ausstellung "Mein Gott, warum hast du mich verlassen?" von GAGA e.V. (Galerie- und Ateliergemeinschaft für Authentische Kunst) für Menschen mit psychischen Problemen zu sehen sein (16.03.-25.04.11, täglich 10-16 Uhr, ab 27.03. 10-18 Uhr). Begleitet wird die Ausstellung mit Andachten mittwochs um 19.30 Uhr zu jeweils einem ausgewählten Bild während der Ausstellungswochen.
Die Eröffnung ist am Mittwoch, 16.3. um 19.30 Uhr im Rahmen der ersten Passionsandacht, musikalisch gestaltet mit Klavierwerken von Franz Schubert (Impromptu As-Dur, op.90) und Dorothee Eberhardt (Klavier: Sirka Schwartz-Uppendieck).

Die Galerie- und AtelierGemeinschaft für Authentische Kunst  GAGA e.V. ist ein Selbsthilfeverein für Menschen mit psychischen Problemen, der sich 2005 aus dem Mutterverein Pandora e.V. entwickelt hat. GAGA untersteht keiner professionellen Leitung und wird von den Mitgliedern organisiert und verwaltet. Dreimal die Woche treffen sich bei GAGA psychisch kranke Menschen, die ihr kreatives Potential nützen wollen und künstlerisch tätig sein wollen, persönliche Erlebnisse und Gefühle bildnerisch ausdrücken oder ihre Isolation durchbrechen wollen. Jeder ist willkommen, zum Malen und zur Mitarbeit im Verein. Wenige haben eine künstlerische Aus- oder Vorbildung, viele entdeckten ihre Liebe zur bildenden Kunst im Rahmen der Kunsttherapie, und einige kommen einfach so zu GAGA zum Malen. Gemeinsame Ausstellungen und die Arbeit im Verein sollen das Selbstwertgefühl stärken und der Stigmatisierung, Vorurteilen und  der Isolation entgegenwirken helfen. 2010 konnte der Verein sein  5-jähriges Bestehen  mit einer erfolgreichen Ausstellung im Kulturdach (Galerie des Nachbarschaftshauses Gostenhof) feiern.
Für die diese  Ausstellung zeigen sechs Künstlerinnen und Künstler abstrakte und gegenständliche Arbeiten, die das Thema Passion als Basis haben. Hier werden verschiedene Sichtweisen deutlich gemacht. Ob es sich nun um das klassische Thema der Passion Christi handelt, um das eigene Leiden oder auch das Leiden anderer Menschen, hängt von der Interpretation und auch der Lebenssituation des/der jeweiligen KünstlerIn ab. Andachten geben die Gelegenheit zur aktiven Auseinandersetzung  mit den Bildern. Die abgebildeten Gemälde zeigen einen kleinen Ausschnitt aus dem Schaffen der GAGAs.

 

25. September -1. November 2010:
"Steine- zum Leben erweckt"
Astrid Neumann
 

Von jeher waren Steine bevorzugte Gegenstände der Andacht und der Meditation.

Sie sind nicht unvergänglich, aber um vieles beständiger als wir Menschen.

Feuer, Wasser und Wind haben in unvorstellbar langen Zeiträumen an ihnen ihr Werk getan und ihnen ihre bisweilen bizarre Form, Farbe und Struktur gegeben.

So regen sie zu sinnendem Betrachten an.

Indem ich einen Stein, der mein Interesse auf sich zog, nach einer oft langen Suche auswähle, betrete ich bereits den Bereich des Künstlerischen, es ist eine ästhetische Entscheidung. Die eigentliche künstlerische Arbeit beginnt mit dem Versuch, auf diesen einen Stein, der wie eine Frage vor mir liegt, die ihm und mir gemäße Antwort zu finden.

Er bleibt dabei ganz er selbst. Ich verändere ihn weder in seiner Form noch in seiner Farbe. Mit einem Spezialklebestoff befestige ich ihn auf einer Fichtenholzplatte. Bei der bildnerischen Arbeit benutze ich Acrylfarben und Sand. Der Leistenrahmen ist mit der Platte fest verklebt.

Eigenart und Energie des Steins sollen im Bild zum Strahlen gebracht werden.

Bei dem so entstandenen Relief ist entsprechend dem Lichteinfall auch der natürliche Schatten des Steins an der Wirkung beteiligt. Bisweilen sind es zwei oder mehrere Steine, die ich in ein Beziehungsspiel bringe. Es entsteht dann oft eine besondere Art von Räumlichkeit. Nicht selten werden Erinnerungen an Organisches oder Kosmisches wachgerufen.

Astrid Neumann

 

 

12. Juni -1. August 2010:
"Lebenslandschaft - der Fürther Stadtpark". 
Malerei

Birgit Götz


Im Herzen von Fürth liegt ein geheimnisvoller Ort. Er ist das Zentrum, das grüne Herz der Stadt - der Stadtpark.

Auf den Spuren ihrer Kindheit hat die Malerin dort verwunschene Orte wiederentdeckt und malerisch festgehalten.

Sie ist in Fürth geboren und hat die ersten Jahre ihres Lebens dort verbracht. Der Stadtpark war die Spielwiese dieser ersten Jahre. Die mit den mystischen Empfindungen der Kindheit behafteten Orte hat sie auf der Leinwand zu Bildern werden lassen.

In einer Serie von großformatigen Arbeiten werden Plätze, Wege und Pflanzen dieser wunderbaren Anlage festgehalten.

Die Kompositionen auf Leinwand sind aber mehr als Abbildungen der Realität, sie sind mit viel Licht und Luft eingefangen, wie das die Impressionisten taten - sie sind auch Metapher für den Weg des Lebens: Schön und verworren, und das Ende ist nicht abzusehen. Eben Lebenswege. Das Auge kann sie durchschreiten und seine eigenen Wege finden.

Wer die Liebe zum Fürther Stadtpark teilt, erkennt die Orte wieder.

Es bleibt jedem überlassen zu entdecken, wie der ganz eigene Blick auf dieses Kleinod der Stadt ausfällt und diesen mit den Ansichten der Malerin zu vergleichen, die ihre Sicht in kleinen Texten zu den Bildern gesellt.

Birgit Maria Götz (Malerin und Dipl. Designerin), geb. 1968 in Fürth, studierte von 1990 bis 1995 Kommunikationsdesign an der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg mit Schwerpunkt Illustration. Seit 1996 ist sie tätig als Dozentin für Mal- und Zeichenkurse am Bildungszentrum und in eigenen Kursen sowie als freiberufliche Grafikerin für kulturelle Einrichtungen. Von 2000 bis 2005 studierte Götz freie Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg. 2003 erhielt sie den Dannerpreis.

 

        

 

24. April -9. Mai 2010:
"Ach du lieber Gott":
Karikaturen zum Thema "Ökumene"
 

Was liegt näher im Jahr des Ökumenischen Kirchentages 2010 in München als einen Blick auf die Ökumene zu werfen?

Nun, das tun viele – mit Vorträgen, Gottesdiensten und anderen Aktivitäten mehr.

Der Kirchenkreis Nürnberg hat auf dem Weg zum ÖKT gemeinsam mit dem Erzbistum Bamberg und dem Kirchenkreis Bayreuth ein ganz besonderes Projekt in Auftrag gegeben, das diesen Blick auf die Ökumene in ungewöhnlicher Weise wagt: Karikaturisten zeigen und zeichnen ihre Sicht auf Kirche und auf das Miteinander (und Gegeneinander?) der Konfessionen.

Herausgekommen ist eine Ausstellung mit neuen (und älteren) Karikaturen, die zum Schmunzeln, Lachen und Diskutieren anregt.

Die Ausstellung wandert anschließend weiter auf den ökumenischen Kirchentag in München.

 

24. Februar -22. April 2010:
"Madame sagt"

Johanna Klose

 

Die Ausstellung setzt sich während der Passionsandachten (mittwochs, 19.30 Uhr) nach und nach zusammen.

Bei jeder Passionsandacht wird ein weiteres Element hinzugefügt.

Parallel zum allmählichen Aufbau erklingen musikalische Werke von Ralf Bauer bis zur Komplettierung der Ausstellung  am 17. April.

  

Zur Idee meiner künstlerischen Arbeit:

Seit einem Studienaufenthalt an der Kunstakademie in Krakau 2001/02 hat sich mein Arbeitsschwerpunkt zum Thema „Der innere Idiot" herauskristallisiert. Diesem Konzept unterstelle ich vielfältige Arbeitstechniken, wie z.B. Malerei, Video, Fotografie, Zeichnung und Text. Hierbei geht es darum, unterschwellig vorhandene Emotionen, Gedanken und Assoziationen der gegenwärtigen Situation visuell darzustellen und vorhandene ästhetische Normen aufzubrechen. Mit vertrauten Personen als Ko-KünstlerInnen entstehen Fotos von mir in Aktion. Hierbei lasse ich mich vollkommen auf die Gegenwart ein und spiele mit der Umgebung und meinen Assoziationen. Das Vertrauen zum Fotografen ist unerlässlich, um sich „gehen lassen" zu können, vergleichbar einem Verrückten, der sein Verhalten nicht unter Kontrolle hat. In der Nachbearbeitung des Ausdrucks der Fotos versuche ich, Stimmungen, die sich an der Situation entlang hangeln und auch später noch beim Betrachten der Fotos entstehen, in eine künstlerische Form zu bringen. Auch in dieser Nachbearbeitung ist es mir wichtig, spontane und assoziative Gedanken an Raum gewinnen zu lassen. Ich thematisiere meine eigene „Behinderung", mein eigenes durch Sozialisation gezähmtes „Idiotendasein". In den Texten richte ich mich immer wieder an „Madame". Diese Worthülse dient als Synonym für ein persönliches „Gott".

 

Zum Konzept der Ausstellung: Vor dem Hintergrund der Passionszeit, in der die Christen die Leidenszeit und Erlösung von Jesus nachempfinden, setzt sich nun im Ausstellungszeitraum peux a peux vor dem Auge des Betrachters eine Serie an Zeichnungen zusammen, kommentiert, begleitet, intensiviert und untermalt von Musik von Ralf Bauer, der meine Idee bereits aus der Zusammenarbeit beim Kunstsalon Fürth e.V. kennt.
 

Zu mir: Johanna Klose, geb. 6.8.1973 in Nürnberg; Kunstlehrerin am Heinrich-Schliemann-Gymnasium; Mutter zweier Kinder; Mitglied des Kulturortes Badstraße 8 e.V. und des Kunstsalons Fürth e.V.

 

  

10. bis 30. Oktober 2009:
"Fotografien - Frauen am Werk"

Wie fotografiert „man" oder „Mann" die Frauen? Und welche Frauen? Bei welcher Tätigkeit? In welchem Alter?

Im Oktober sind alle Menschen herzlich eingeladen, ganz bewusst die Ausstellung mit dem Titel „Fotografie - Frauen am Werk" mit 16 plakativen „Frauenbildern" in 16 verschiedenen Berufen zu bestaunen. Denn hier sind die Frauen weder verführerisch bekleidet noch als Modepuppen zu sehen, sondern sie zeigen sich in ihrer Arbeitskluft, in der sie „ihren Mann" stehen. Fotografisch festgehalten von Frauen.

Diese Berufe sind nicht nur frauentypische wie z.B. die Kellnerin. Mittlerweile haben sich Frauen auch in ehemals als Männerberuf bezeichneten Tätigkeiten bewährt, wie z.B. als Pfarrerin oder Fahrradmechanikerin. Noch als ungewöhnlich anzusehen sind wahrscheinlich der Beruf einer Klavierbauerin, Redenschreiberin oder Druckerin.
So werden anhand der in schwarzweiß gehaltenen Fotos einige Frauen und ihre Berufe vorgestellt. Das zeigt deutlich, wie vielseitig Frauen sind, die trotz Kindererziehung und der fehlenden Möglichkeit, den erlernten Beruf auszuführen, oft flexibler sind als manch einer ihrer männlichen „Kollegen".

Die Eröffnung findet am Abend vorher am 10. Oktober um 19.30 Uhr statt mit einem Konzert für Posaune, Klavier und Orgel.

In dem von Kantorin Sirka Schwartz-Uppendieck organisiertem Konzert werden natürlich Stücke von Komponistinnen zu hören sein!
Luise Zempel, Frauenbeauftragte im Dekanat Fürth

 

27. Juni bis 2. August 2009
"Das Wasser unter dem liegenden Stein fließt nicht":
David Krugmann
 

David Krugmann wurde 1936 in Weißrussland geboren. 1968 absolvierte er die Kunsthochschule in St. Petersburg. Seit 1994 lebt der Künstler in Fürth. Seine künstlerischen Arbeitsgebiete reichen von Design über Skulpturen und architektonische Plastiken bis hin zur Malerei.

In seiner Bilderwelt, die einem skurrilen Figurentheater gleicht, ist er selbst Puppenspieler, Regisseur, Bühnen- und Maskenbildner zugleich.

Sein Repertoire erstreckt sich von der russischen "Avantgarde" mit einer reizvollen Mischung aus kubistischen und grotesk-komischen, fast comicartigen Stilelementen bis hin zur Gegenstandslosigkeit.

 

  

Zu Beginn der Ausstellung erklang am Samstag, den 27.6. um 19.30 Uhr ein Orgelkonzert mit Werken der diesjährigen Jubilare Händel, Mendelssohn und Genzmer.
Am Sonntag, 27.Juli um 17 Uhr wurden drei der ausgestellten Bilder von Krugmann auf amerikanische Weise durch Bürgermeister Markus Braun versteigert.

Im "Monatsgruß" erschien dazu folgender Artikel: „Die Seele des Betrachters zum Lächeln bringen“- Von Leningrad nach Fürth: Ausstellung von David Krugmann in der Auferstehungskirche

Die künstlerische Freiheit geht ihm über alles. Wegen ihr verließ er einst seine Heimat. „Alle Kunstgattungen, auch Theater, Film, Literatur oder Musik mussten sich in den Dienst des sozialistischen Systems stellen“, erklärt David Krugmann. Um seine Freiheit nicht zu verlieren, blieb dem 1936 in Jelsk (Weißrussland) geborenen Maler, Bildhauer und Designer deshalb gar keine andere Wahl: Nach dem Abschluss seines Kunststudiums verließ er das damalige Leningrad. Auf der Suche nach neuen Entfaltungsmöglichkeiten verschlug es ihn 1968 in die zentralasiatische Sowjetrepublik Kirgisistan. Die Familie, Ehefrau Inna und die Tochter Tatiana, blieben in Leningrad zurück.
David Krugmann passte nicht ins System. Der Sozialismus bevorzugte heroische Darstellungen führender Funktionäre, die Glorifizierung der Arbeiterklasse und die Darstellung von Einigkeit und Solidarität unter den Völkern. Jede Form von Avantgarde galt als verdächtig und „entartet“. Gefragt war Naturalismus mit genehmen politischen Inhalten. Krugmann dagegen wollte eine Demokratisierung der Kunst: „Die Menschen sollen nach der Entstehung mit meinem Werk etwas anfangen können.“
So wie der Brunnen, den er in den 70er Jahren für das kirgisische Zentrum Bischkek plante. „Unter kirgisischer Sonne“, so nannte er seinen Entwurf. Es sollten begehbare Wasserspiele werden, an denen sich die Menschen erfrischen und erfreuen konnten. Die Behörden untersagten ihm die Arbeit und steckten ihn sogar in die Psychiatrie. Mit Hilfe von Journalisten gelang es ihm, aus der Anstalt zu entkommen. Ein Funktionär ebnete schließlich den Weg für sein erfrischendes Kunstwerk. Vielleicht war es ja Krugmanns einleuchtendes Argument, das diesen letztlich überzeugte: „Der Sozialismus erhebt den Anspruch, für die Menschen da zu sein. Auch mit meiner Kunst will ich dem Menschen dienen. Im Grunde wollen wir also beide dasselbe. Wo bitte liegt das Problem? “, fragte er. Der Funktionär reagierte perplex, seine Miene verfinsterte sich, doch dann drückte er beide Augen zu und ließ den „verrückten Querulanten“ gewähren. Sein Brunnen ist jetzt ein beliebter Treffpunkt für jung und alt.
Als „Brunnen der Farbe“ bezeichnet sich der 73-Jährige selbst. Von seiner russischen Heimat ist er es gewohnt, dass Kirchen und öffentliche Plätze bunt gestaltet sind. In Deutschland dagegen sei alles grau in grau. Seit seiner Ankunft in Fürth im Jahre 1994 versucht er deshalb, ein wenig Farbe ins Leben der hiesigen Menschen zu bringen. Denn: „Farben verbessern unser Leben“, ist David Krugmann überzeugt. Und seine malerischen Botschaften der Freude kommen an. Ein Sammler drückte es so aus: „Deine Bilder sind Therapie für meine Seele. Sie ziehen mich an wie ein Magnet, so dass ich sie jeden Tag anschauen muss.“
Krugmanns Bilderwelt gleicht einem skurrilen Figurentheater, in dem er selbst Puppenspieler, Bühnen- und Maskenbildner zugleich ist. Ursprünglich von Léger und Malewitsch beeinflusst, erstreckt sich sein Repertoire heute von der russischen Avantgarde bis hin zur Gegenstandslosigkeit. Dass der Künstler Humor besitzt, beweisen nicht nur seine fränkischen „Bratwurstgourmets“, die er liebevoll ironisch aufs Korn nimmt oder sein witziger „Denker“, der auf dem Klosett sitzend mit angestrengter Miene die ersehnte Erleuchtung erwartet. Krugmanns spürbare Lust am dekorativen Spiel mit kräftigem Kolorit sowie phantasievollen Formen und Ornamenten erzeugt eine fast magische Aura der Fröhlichkeit, die ansteckend wirkt.
So sind seine Bilder durchaus Medizin für chronische Grantler. „Ich liebe meine Artgenossen, selbst wenn ich ihnen mitunter einen ironischen Spiegel vorhalte“, unterstreicht der 73-Jährige schmunzelnd. Er will mit seinen Werken die Seele des Betrachters zum Lächeln bringen. Seine eigene positive Energie, die in ihnen stecken, soll überspringen. So könne man durchaus von „Seelentherapie“ sprechen, eine Art Befreiungsprozess, der eine heilsame und heilende Wirkung besitzt.
„Das Wasser unter dem liegenden Stein fließt nicht“, so hat er die Ausstellung betitelt, die vom 27. Juni bis 2. August in der Auferstehungskirche zu sehen ist. Zur Eröffnung findet am 27. Juni um 19.30 Uhr ein Orgelkonzert statt. Bei der Finissage am 26. Juli um 17 Uhr ist ein Klezmer- und Orgelkonzert geplant. Außerdem wird Bürgermeister Markus Braun drei seiner Werke „amerikanisch“ versteigern. Der Erlös kommt Fürther Einrichtungen zugute. Den Menschen Gutes tun, auch das gehört für den „Seelen-Doktor mit Pinsel und Farbe“ zur künstlerischen Freiheit dazu. Ein Motto mit Zukunft, denn: „Mein bestes Bild habe ich noch gar nicht gemalt,“ sagt er verheißungsvoll.                                                       Günter Kusch und Alexander Schenkel

 

9. Mai bis 21. Juni 2009:
"Konfirmationskreuz und Brautstrauß"

 

"So sah ich auch aus bei meiner Konfirmation. Der Anzug war noch viel zu groß für mich." –"Mein Hochzeitskleid war ganz ähnlich, nur länger".

Solche und ähnliche Erinnerungen wurden wach schon beim Sichten und Sortieren der Fotos, die uns freundliche Menschen aus Fürth zur Verfügung gestellt haben. Inzwischen haben wir einen bunten Reigen an Fotos und Dokumenten erhalten, angefangen vom Hochzeitsfoto der Großeltern bis zu großen Portraitaufnahmen eines Konfirmanden aus den 90er Jahren. Auch eine bekannte Fürther Persönlichkeit wird mit einem Jugendbild unter den ausgestellten Fotos zu sehen sein.

Der Arbeitskreis Kunst und Kirche hat die erhaltenen Fotos nun zu einer Schau zusammengestellt, die den Wandel von Mode und Brauchtum in den letzten hundert Jahren zeigt. Auszüge aus Interviews und erläuternde Texte ergänzen die Fotos und geben einen Überblick über die Bedeutung der kirchlichen Feste im 20. Jahrhundert. Die Frage: „Was passiert eigentlich bei einer kirchlichen Trauung" wird genauso beantwortet wie ein Einblick in den heutigen Konfirmandenunterricht gegeben.

 

4. März bis 18. April 2009:
"Nähme ich Flügel der Morgenröte"
Bilder zu Psalmen
KünstlerInnengruppe C3

 

Die KünstlerInnengruppe C3 (Christus-Christen-Creativität) wurde vor einigen Jahren mit dem Ziel gegründet, christlichen Künstlerinnen und Künstlern einen Austausch untereinander zu ermöglichen und mit ihren Projekten gemeinsam an die Öffentlichkeit zu treten.

10 KünstlerInnen dieser Gruppe stellen in der Ausstellung ihre Gedanken zu Psalmen der Bibel vor.

Die Arbeiten haben alle das gleiche Hochformat, sind aber in unterschiedlichen Techniken und Ausdrucksweisen gestaltet.

Ausgangspunkt ist bei allen, dass sie ihren Lieblingspsalm gewählt haben und daraus wiederum einen Vers, der sie besonders inspiriert hat.

Peter Danninger beispielsweise, dessen Bild „Nähme ich Flügel der Morgenröte" der Ausstellung den Namen gegeben hat, ist von der Farbigkeit eines Sonnenaufgangs (Blau geht in Rot über) ausgegangen.

Bei der figürlichen Darstellung hat er sich vom modernen Tanztheater inspirieren lassen.

Außerdem haben Psalmen für ihn auch viel mit Musikalität zu tun.

 

 

20. September bis 2. November 2008:

"Lebensansichten ab 70"
Portraits- Malerei- Fotografie

Judith Mertens und Klaus Steigner

Unsere Gesellschaft wird immer älter. Dennoch scheinen alte Menschen nicht so recht in unser vorgefertigtes Weltbild zu passen. In der Werbung und den Medien begegnen uns meistens junge Frauen und Männer, die dem gängigen Schönheitsideal entsprechen. Daher haben Judith Mertens (freie Fotografin und Sozialpädagogin) und Klaus Steigner (Maler und Grafiker) sich entschlossen, älteren Menschen im Rahmen einer Ausstellung einen eigenen Raum zu geben.

  

 

6. bis 10. August 2008:
"Frieden"
Professor Osamu Kataoka

 

In Erinnerung an die Opfer des Atombombenabwurfs in Hiroshima und Nagasaki im August 1945 werden Plakate des Künstlers Professor Osamu Kataoka (1932-1997) präsentiert, der den Atombombenabwurf im Hypozentrum der Stadt Hiroshima überlebte.

 

28. Juni bis  5. August 2008:
 „Innenansichten“
Männer in der Untersuchungshaft
 

Die Ausstellung enthält künstlerische Arbeiten  von Männern in der Untersuchungshaftanstalt. Die gezeigten Kunstwerke gewähren manche Einblicke in die Seelenlandschaften von Menschen hinter Gittern.

Für den dort tätigen evangelischen Seelsorger, Pfarrer Frank Baumeister, gehört das bildnerische Gestalten in einen religiösen Gesamtzusammenhang: Gott hat den Menschen verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten gegeben, auch Mund und Hände. Die Gefangenen können sich neu ausprobieren,  sich mit dem eigenen Tun auseinandersetzen und neue Fähigkeiten entdecken. Die Gruppe ist dazu ein wichtiger Gegenpol zum Haftalltag.

 

31. Mai bis 14. Juni 2008:
„Um Himmels Willen  -  Kirche in der Karikatur

 

Die Wanderausstellung zeigt Karikaturen von führenden ZeichnerInnen Deutschlands. Die Zeichnungen karikieren humorvoll allgemeine Begebenheiten wie Kirchenschwund, den Starkult um den Papst oder die Frage nach Kirche und Werbung.

 

Die Karikaturen von verschiedenen überwiegend deutschen Künstlerinnen und Künstlern ermöglichen in dieser Ausstellung einen außergewöhnlichen Blick auf kirchliche und religiöse Fragen, Probleme, Einstellungen und Verhaltensweisen. Da werden Zahlen und Fakten beinahe überflüssig, wenn der locker geführte Zeichenstift mit dem selbstverständlich zu-gestandenen Recht zur Übertreibung und zur Vereinfachung die Dinge auf den Punkt bringt, zuspitzt und so zum Nachdenken und natürlich auch zum Lachen anregt.

Karikaturisten sind Augenmenschen mit einem kritischen Blick für die Wirklichkeit. Sie wollen die Welt nicht in erster Linie verbessern, sondern so manche Sehschwäche ihrer Zeitgenossen zeichnerisch aufdecken. Viele ihrer Abbildungen sind „ein wirksames Frostschutzmittel gegen Gleichgültigkeit und soziale Kälte“, so umschreibt es Ausstellungskurator Professor Walther Keim im Nachwort des Katalogs, der anlässlich der Werkschau „Um Himmels Willen - Kirche in der Karikatur“ erstellt wurde. Zu sehen ist sie jetzt bis 14. Juni in der Auferstehungskirche.

Zusammengestellt wurde die Sammlung ursprünglich 2006 zum 1000-jährigen Bestehen des Bistums Bamberg. In Fürth wird sie durch Werke des Karikaturisten Werner Tiki Küstenmacher ergänzt.

 

Die Geschichte von „ Karikatur und Kirche“ begann übrigens bereits im Mittelalter; in einer Zeit, als Kirche gesellschaftlich und politisch prägend und allgegenwärtig war. Oftmals dienten die witzigen Zeichnungen der Abschreckung. Romanische und gotische Wasserspeier sollten böse Geister fernhalten. Immer wieder traf der bildliche Spott gering geschätzte Bevölkerungsgruppen wie Henker, Landsknechte oder Spielleute.

Als eigenständige künstlerische Gattung wurde die Karikatur erstmals in der Renaissance entdeckt. Davon legen zahlreiche überzeichnete Körperstudien von Leonardo da Vinci (1452 bis 1519) Zeugnis ab. Auch Hieronymus Bosch überlädt seine Bilder geradezu mit Karikaturen. Man denke zum Beispiel an seinen „Garten der Lüste“ oder die vielfältigen Höllenszenarien.

Die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg (um 1400 bis 1468) ebnete den Weg, ein wesentlich breiteres Publikum für Schrift und Bild zu erreichen. Vor allem Martin Luther und die Reformatoren verstanden es, die Karikatur überaus wirksam als Agitationsmittel im Glaubenskampf zu gebrauchen. 1526 forderte Luther, das Götzengeschlecht des römischen Antichrist auch mit Malen anzugreifen.

Das Wesen der Karikatur im heutigen Sinne ist es jedoch, humorvoll bis bissig, gegenwärtige Missstände aufzuzeigen. Die Zeichnungen fungieren dabei stets als Seismograph für gesellschaftliche und politische Missstände. „So kann die Karikatur durchaus für die Kirche eine kritische Basisarbeit leisten, indem sie Glaubens- und Denkprozesse auslöst, die Gottes Liebe auch mit Humor und erlösendem Lachen verbindet“, ist Walther Keim überzeugt.

 

 

13. Februar bis  30. März 2008:
„Sehnsucht und Glaube
"
Günter Rocznik

ab 13.2.: Passionsandachten zu den Bildern.

 

8. Dezember 2007 bis  19. Januar 2008:
 „Die Sichtbarkeit der Engel"
Hubertus Hess

 

8.12.: Eröffnungskonzert mit Stimmen der Engel aus dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saens,
weihnachtliche Motette von Poulenc
und ein Concerto grosso von Garelli.

Gefallener Engel

 

 

 

15. September bis  25. November 2007:
„Fürth- Bürgerstolz des Klassizismus
"

15.9.: Eröffnungskonzert mit Werken aus der Entstehungszeit der Auferstehungskirche. Werke von Clara Schumann, Luise Adolpha Le Beau und Louise Farrenc.

 

 

12. Mai bis  31. Juli 2007:
„Paul Teutsch
"

 

12.5.: Eröffnungskonzert mit Peter Fulda (Piano), Ralf Bauer (Posaune), Andreas Gandela (Schlagzeug) und Sirka Schwartz-Uppendieck (Orgel).

 

 

21. Februar bis  7. April 2007:
„Fastentuch
"
Margot Protze:


Margot Protze webte ein eigens für die Auferstehungskirche geschaffenes Fastentuch, das in der Passions- und Fastenzeit das Altarbild mit dem Auferstandenen verhüllt.

  

 

21. und  22. Oktober 2006:
 „Chris Engels"

 

Im Rahmen der Aktion "Kunst in der Stadt" zeigt die Malerin Chris Engels einige ihrer Acryl-Werke.

21.10.: Orgelmusik und Texte; Schwartz-Uppendieck und Vieweg.

 

 

16. bis 28. September 2006:
„Ohne Glanz und Glamour- Prostitution und Frauenhandel im Zeitalter der Globalisierung
"

 

Eine Ausstellung von Terre des Femmes, Menschenrechte für die Frau e.V.

16.9.: Eröffnungskonzert mit Liedern über die Liebe von Clara Schumann, Fanny Mendelssohn, Hanns Eisler, Kurt Weill u.a.; Daniela Jungblut, Mezzosopran und Sirka Schwartz-Uppendieck, Orgel

22.9.: Film "Lilja 4 Ever"

24.9.: Matinée "Zwangsprostitution vor Ort und zur Fußball-WM" mit Jadwiga Nürnberg e.V.

 

 

6. Mai bis 11. Juni 2006:
„Erdfrauen
"
Ellen Haselmayer


Die Fürther Künstlerin Ellen Haselmayer hat in der Natur und im Garten lehmige Erde zu kleinen menschlichen Geschöpfen gestaltet.
Da diese gleich nach ihrer Entstehung der natürlichen Verwitterung ausgesetzt sind, hat Ellen Haselmayer ihre Geschöpfe, unter denen auch einige männliche sind, auf Fotopapier gebannt.

 

1. bis 23. April 2006:
„Dietrich Bonhoeffer
"

 

1.4.: Eröffnung mit Felicitas Handschuch (Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, Oberasbach)
4.4.: Vortrag "Dem Rad in die Speichen fallen", Prof. Dr. Renate Wind, FHS Nürnberg
5.4.: Passionsandacht mit Orgelpartita von J.S.Bach
7.4.: Vortag "Bonhoeffer und die Kirche damals und heute", Pfr. Rudi Zimmer, Oberasbach

9.4.: Politik-Konzert: Klavierwerke von Ernst von Dohányi.
        Präsentation der beiden Familiendynastien zwischen Musik und Politik, Faschismus und Widerstand.
12.4.: Passionsandacht mit Flötenwerken von J.S.Bach

19.4.: Lesung ausgewählter Lyrik und Briefe Bonhoeffers, Pfr. Wolfgang Vieweg

22.4.: Film: "Die letzte Stufe"

 


Eine Schülerin des Dietrich Bonhoeffer-Gymnasiums Oberasbach trägt aus Briefen der Verlobten Bonhoeffers einige Passagen vor.

 

23. bis 25. September 2005:
„Mensch. Natur. Seele"
Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums

 

Arbeiten einer 8. und 11. Klasse und des Kunst-LK 12/13 der Lehrkraft Uta Troyke.

Mensch:
Symbolismus;
Lebensgroße Plastiken;
Japanischer Comic

Natur:
Innere Landschaft (8. Klasse);
Probleme des deutschen Waldes (LK)

Seele:
Action-Painting (LK);
Tachismus (11. Klasse)