Veranstaltungen in der Vergangenheit

In unserer Kirchengemeinde finden verschiedenste Veranstaltungen statt. Eine Auswahl davon haben wir hier für Sie archiviert:

Sonntag, 12. November (16 Uhr; Auferstehungskirche)

Ökumenischer Gottesdienst zum Auftakt der Kirchenmusiktage

Der Gottesdienst zu den Kirchenmusiktagen findet in diesem Jahr in der Auferstehungskirche statt. Unter dem Motto „Reibung und Rhythmus“ wird das Thema der Kirchenmusiktage „Reibungsfläche Reformation“ gedanklich und theologisch betrachtet. Die beiden Dekane André Hermany und Jörg Sichelstiel halten die Predigt. Musikalisch gestalten diesen Gottesdienst Chöre mit neuen geistlichen Liedern unter der Leitung von Dieter Neuhof und Matthias Hofknecht.

 

Dienstag, 31. Oktober (11 Uhr; Auferstehungskirche)

Podestgespräch „Kanzel oder Marktplatz – Spannungsfeld Kunst“

Ein spannendes Jahr nähert sich seinem Ende. Begeistert waren die einen, eher genervt die anderen über die beiden „Störfaktoren“ im Stadtpark und in der Kirche. „Fürth ist zu beneiden um den Blauen Reformkiosk. Den gibts nur hier in Fürth“ schrieb die Künstlerin Ruth Bergmann in einem Interview der Fürther Nachrichten, „Er passt mit seiner knallblauen Farbe nicht in den Park“, sagten andere. Auch die Meinungen über das Podest in der Kirche waren geteilt: Begeisterung bei den LehrerInnen und SchülerInnen des Schliemann-Gymnsiums, die sich beim Poetry-Slam in die etwas schwankende Höhe gewagt haben, Unverständnis bei manchen Kirchenbesuchern, die den Weg zum Altar verbaut sahen. Was Kunst kann und soll, ist umstritten: Die einen wünschen sich Kunstwerke, die einfach nur schön sind und die Sinne ansprechen. Die anderen sagen, erst wenn Kunst aufregt und polarisiert, hat sie ihr Ziel erreicht. In einem Podestgespräch, am Tag des Reformationsjubiläums, dem 31. Oktober, soll deshalb das Selbstverständnis von Kunst und ihr Verhältnis zu Kirche und Gesellschaft zum Thema werden. Kunstschaffende und im Kunstbetrieb tätige diskutieren zentrale Fragen rund um das Spannungsfeld Kunst: Zur Zeit der Reformation war die Kunst ein wichtiges Mittel, um den neuen Glauben zu verbreiten. Wie ist das heute? Hat moderne Kunst Kirche und Gesellschaft etwas zu sagen und sind diese bereit, sich etwas sagen zu lassen? Wo sehen KünstlerInnen das besondere Potential ihrer Ausdrucksform? Feiern wollen wir mit dieser Veranstaltung nicht nur das Reformationsjubiläum, sondern auch über 10 Jahre „Kunst und Kirche“ in der Auferstehungskirche, mit Ausstellungen, Kunstaktionen, Theater- und Literaturgottesdiensten und vielem mehr. Alle, mit denen wir in den vergangenen Jahren Kunst gemacht, bedacht, ausgestellt und inszeniert haben, sind dazu herzlich eingeladen ebenso wie alle, die diese Kunst gesehen und bestaunt haben, sich haben ansprechen lassen oder verärgert waren. Mit dem Podestgespräch verabschieden wir uns auch von Kiosk und Podest. Im November werden beide Skulpturen abgebaut. Dass die Impulse und Gedankenanstöße zu Reformation und Glauben, Kunst und Kirche oder einfach nur dem Leben noch weiter wirken, wünscht sich Ihre Pfarrerin Irene Stooß-Heinzel

 

Sonntag, 24. September (11 Uhr; Auferstehungskirche)

Matinée zur Eröffnung der Ausstellung „Glaube, Liebe Hoffnung“.

Unter Leitung von Karin Mehring spielt der Posaunenchor der Auferstehungskirche Musik von Dieter Wendel „Glaube“, „Liebe“ und „Hoffnung“. Christian Fritsche (Galerie in der Promenade) führt zusammen mit dem Nürnberger Künstler Joachim Kersten in die Ausstellung ein.

 

Samstag, 23. September (18 Uhr; Auferstehungskirche und Stadtpark)

Dîner en couleur. Bunt gekleidete Menschen und lange Tafel im Stadtpark

Bunt und vielfältig soll es werden: die Auferstehungskirche lädt ein zum gemeinsamen Essen an einer langen Tafel quer durch die Kirche bis in den Stadtpark hinein. BesucherInnen des Parks, Menschen aus der Nachbarschaft und der Stadt sind eingeladen, sich an einen Tisch zu setzen und eigene, sowie fremde Köstlichkeiten aus aller Welt zu teilen. Wir farbenfroh es auf diesem Dîner am Tafelkreuz in Kirche und Stadtpark zugehen wird, bestimmen die Gäste. Farbe ist angesagt, nicht nur auf den Tellern, sondern auch Kleidung und Accessoires. Da ist Phantasie gefragt: vielfarbig und uni, bunt oder kunterbunt ... Wir freuen uns auf ganz viel Farbe an und auf den Tischen! Das bunte Buffet und besondere Getränke bitten wir selbst mitzubringen. Alkoholfreie Getränke werden gestellt. Herzliche Einladung !

 

Samstag, 15.Juli (16.00 Uhr)

Hof-Fest in der Sommerstraße

In der Gemeinde Auferstehung haben sich einige engagierte Gemeindemitglieder zusammengetan, um nachbarschaftliche Begegnungen mit geflüchteten Menschen zu schaffen, die in der Sommerstraße wohnen. Erste Kontakte sind bereits geknüpft und nun möchten wir Sie einladen, gemeinsam mit uns zu essen, zu trinken, zu reden und zu feiern. Eine gute Gelegenheit die Nachbarschaft (besser) kennen zu lernen! Wir freuen uns über ein buntes Buffet und Ihren kleinen Beitrag dazu! Geschirr bitte selbst mitbringen. Wir sehen uns in der Sommerstraße! Wo? Einfach den Luftballons folgen!

Der Unterstützerkreis  der Gemeinde Auferstehung

 

Sonntag, 25. Juni
Ökumenische Sternwallfahrt

Anlässlich des Reformationsjubiläums machen sich katholische und evangelische Christen auf den Weg. Die Busplätze sind mittlerweile alle besetzt. Weitere Interessierte fahren mit dem Auto selbständig nach Buttendorf/Weitersdorf. Von dort aus gehen wir gemeinsam nach Roßtal.

Für alle Pilger findet dann um 16.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst in St. Laurentius, Roßtal, statt. Anschließend: Pilgerfest im Pfarrgarten mit abwechslungsreichem Programm (Ende ca. 20.30 Uhr).

 

Sonntag, 14. Mai, Kantate (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)
Themen-Gottesdienst zu „Gesang der Argula“ (
Pfarrerin Irene Stooß-Heinzel)

Musik. Gestaltung: Andrea Wurzer (Sopran), Sirka Schwartz-Uppendieck (Klavier)

 

Freitag, 12. Mai (ab 21.00 Uhr – open end; Auferstehungskirche)
Perspektivwechsel: Nacht der Freiheit

Erleben Sie ein perspektivenreiches Abend- und Nachtprogramm im Kirchenraum mit reformatorisch inspirierten Seh- und Höreindrücken. Flanieren Sie zwischen Kirche und Kiosk. Folgen Sie einer kunsthistorischen Führung auf das Podest im Mittelschiff der Auferstehungskirche, um dem Deckengemälde einmal näher zu kommen. Hören oder lesen Sie selbst Texte zur Freiheit und lauschen Sie den Mitternachtsklängen.

 

Freitag, 12.Mai (19.30 Uhr; Auferstehungskirche)

Auferstehungskonzert „Argula & Mozart“

Eine Frau entdeckt ihre eigene Stimme und bricht das ihr verordnete Schweigen: Darum geht es im „Gesang der Argula“ von Tina Ternes (Musik) und Michael Herrschel (Text) - einer spannenden modernen Hommage an das Leben der Reformatorin Argula von Grumbach. Der „Gesang der Argula“ ist rhythmisch-fetzig, emotional und wild - pure Aufbruchstimmung. Die Uraufführung ist eingebettet in ein Programm mit temperamentvollen Klängen aus dem „siècle de lumière“, dem Jahrhundert der Aufklärung; dem frühen Wiener A-Dur-Klavierkonzert von Mozart und dem D-Dur-Konzert seiner französischen Zeitgenossin Julie Candeille. Andrea Wurzer (Sopran), Farrenc-Ensemble, Sirka Schwartz-Uppendieck (Klavier und Leitung), Michael Herrschel (Moderation). Eintritt: 15 (ermäßigt 10) Euro

Bereits um 18.00 Uhr beginnt im Blauen ReformKiosk eine Ausstellung über Luther und die Frauen. Im Anschluss an das Konzert, ab 21.00 Uhr, ermöglicht eine nächtliche Kirchenführung (Christian Fritsche) mit Lesung und Licht zur Nacht der Freiheit neue Perspektiven.

 

Mittwoch, 10. Mai (19.30 Uhr; Auferstehungskirche)
„Käthe lädt zu Tisch“: Frauen der Reformation

Drei engagierten Frauen aus Fürth, Gisela Siemoneit, Regine Schramm und Susanne Michler, laden an den Tisch der berühmten Frau an Martin Luthers Seite.

Nicht nur Käthe, wie Luther sie nannte, auch andere Frauen, wie Argula von Grumbach und Caritas Pirckheimer waren mutige Frauen der Reformationszeit, die es in einer von Männern geprägten Welt gewagt haben, ihre Ideen und Thesen laut zu vertreten. Was hätten sie einander zu sagen gehabt? Und sind sie auch für uns heutige Frauen und Männer noch maßgebend?

 

Donnerstag, 4. Mai (18.30 Uhr; Auferstehungskirche)
„Hier stehe ich“ – Schüler Poetry Slam

Seinen Standpunkt vertreten, zu sich selber stehen – dazu lädt das begehbare Podest im Mittelschiff der Auferstehungskirche ein. Von dort aus lesen SchülerInnen beim ersten Schülerpoetry-Slam in Fürth eigene Texte. Und wie bei dem berühmten Reformator braucht es auch heute noch Mut, um sich selbst und seine Meinung in der Öffentlichkeit zu zeigen.

Die Aktion findet in Zusammenarbeit mit dem Heinrich-Schliemann-Gymnasium statt. Nicht nur die Texte auch die Aufgaben von Moderation und Jury werden von den Schülerinnen und Schülern übernommen.

 

30. April bis 4. Juni (10-18 Uhr; Auferstehungskirche)

Ausstellung „Offene Altäre – Heilige Schätze“

Die Künstlerin Johanna Klose hat nun die Idee der Themenaltäre, die besonders im Mittelalter geschaffen wurden, aufgegriffen und als Projekt für ganz unterschiedliche Gruppen in der Gemeinde angeboten. BesucherInnen sind eingeladen, während der Dauer der Ausstellung auch eigene Schätze auf den Altären abzulegen. Diese wachsen an, die Themen verdichten sich, werden zu Sammlungen unterschiedlicher Themen, Geschichten und Gedanken rund um das Leben, seine Weisheiten, Vergangenheit und Zukunft. Alle Gegenstände können am Pfingstsonntag, nach dem Gottesdienst, wieder mitgenommen werden.

 

Gründonnerstag, 13. April (19.30 Uhr; Auferstehungskirche)

Tischabendmahl

Seit März befindet sich in der Auferstehungskirche ein Podest, das in Gerüstbauweise hergestellt wurde. Es hat zwei Ebenen, die auch als Veranstaltungsfläche oder Ausstellungsort dienen können. Dieses Podest lädt ein zu einem Perspektivenwechsel, der ganz neue Einblicke und Eindrücke ermöglicht. Am Gründonnerstag gedenken wir des letzten Abendmahls Jesu mit seinen Jüngern am Vorabend seiner Kreuzigung. Dieses Jahr nutzen wir das Podest und werden im Mittelgang und in den beiden Quergängen des Mittelschiffs Tische und Bänke aufbauen, an denen dann die Gemeinde Platz nehmen kann um das Abendmahl zu feiern. Jesus hat sich mit Gegnern und Kritikern nicht nur auseinandergesetzt sondern sich mit ihnen auch zusammengesetzt. Das tut er auch heute noch mit uns. „Das ist mein Leib“ sagte Jesus, als er mit seinen Jüngern beim letzten Abendmahl das Brot brach und weiterreichte. „Ihr seid der Leib Christi, wenn ihr Brot und Wein untereinander teilt und austeilt.“ Deshalb ist selbstverständlich das Abendmahl Zentrum der Gemeinde Christi und der Gemeinschaft der Christen. Am Gründonnerstag rückt dieses Jahr das Abendmahl auch in den Mittelpunkt und das Zentrum des Kirchenraums. Wenn wir uns über die Seitengänge an die Tische begeben, kommen wir an den Bildern von Isabelle Braud vorbei. Sie hat Menschen in Fürth und Limoges interviewt, sie hat deren Lieblingsvasen gemalt und die Entstehungssituation und  Hintergründe beschrieben. Alle diese Vasen, so verschieden sie auch sein mögen, repräsentieren dabei auch ein Stück bzw. einen Aspekt eines jeden Menschen - auch von mir, auch wenn mir das nicht immer ganz bewusst ist. Im Grunde genommen sind sie ein Gleichnis der Runde der zwölf Jünger, die am letzten Abendmahl teilnahmen. Das waren nicht nur Heilige, sondern auch Menschen mit erheblichen Schattenseiten: ein Verräter, zwei Choleriker, zwei Angeber, ein Verleugner ... So befinde ich mich „in bester Gesellschaft“ an einem Tisch und habe dort auch meinen Platz, genau so wie Sie!

 

Samstag, 25. März
Workshop „Sinnsuche – Altäre bauen“.

Liebe Gemeindemitglieder, im Zeitraum Januar – April 2017 entstehen im Rahmen des Reformationsjahres Altäre zu verschiedenen Themen, die innerhalb und außerhalb der Kirchenmauern der Auferstehungskirche aufgestellt werden. Anstoß für ihre Gestaltung geben Sie als Gemeindemitglieder. Ihre Inhalte werden die Altäre prägen. Viele Menschen heben Gegenstände auf, um sich an Bedeutungsvolles zu erinnern, die erste Haarlocke des Babys vielleicht, oder das Kuscheltier, das mich in meiner Kindheit begleitet hat. Es sind „Schätze“, die ihnen „heilig“ geworden sind. Sie bergen Assoziationen, Erinnerungen und Wünsche, die Sie nun auf offenen, improvisierten Altären im Wortsinn „auf den Tisch“ bringen können. Mit den gesammelten Gegenständen anderer zusammen entstehen so neue „heilige Orte“, die sich auch nach Ausstellungsbeginn weiter wandeln. Zusätzliche Fundstücke, Gegenstände, Fotos und Texte dürfen im Verlauf der Ausstellung hinzukommen und auf den Altären präsentiert werden. Am letzten Tag der Ausstellung erhalten die Besitzer ihre „Schätze“ wieder zurück.

Wie kann ich mitmachen?

Am 25.03.2017 findet ein ganztägiger Workshop „Sinnsuche – Altäre bauen“ statt (Anmeldung im ebw unter 74 57 43). Außerdem arbeiten unterschiedliche Gruppen der Gemeinde wie der Kindergarten, die Konfirmandengruppe u.a. an den fünf bis acht verschiedenen Altären. Und am Sonntag, den 02.04.2017 werde ich im Anschluss an den Gottesdienst für Sie da sein, Ihre Fragen beantworten, sowie „Heilige Schätze“ in Empfang nehmen und die dazugehörigen Geschichten dokumentieren. Auch nach der Eröffnung der Ausstellung am 30.04. sind Sie noch bis zum 04.06. eingeladen, Ihre „Schätze“ auf den „Offenen Altären“ abzulegen. Diese wachsen an, die Themen verdichten sich, werden zu Sammlungen unterschiedlicher Themen, Geschichten und Gedanken rund um das Leben, seine Weisheiten, Vergangenheit und Zukunft. Auch Luther wünschte sich ja eine Öffnung der Kirche und eine Rückbesinnung auf das Wesentliche. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Ihre Neugier geweckt habe und Sie sich dazu bereit erklären, etwas von dem, was Sie bewegt, mit anderen zu teilen und an diesem geschützten und „heiligen Ort“ zu präsentieren! Ihre Johanna Klose, Künstlerin

 

Sonntag, 5. März (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)
Eröffnung des Kunstprojekt ReformKiosk

Woran denken Künstler, wenn sie sich mit der Reformation beschäftigen? An Freiraum und Wandel, an Sinnsuche und Begegnung – so jedenfalls kristallisierte es sich für das Kunstteam heraus, das der Arbeitskreis „Kunst und Kirche“ im Herbst 2015 eingeladen hatte, um ein gemeinsames Projekt im Reformationsjahr zu entwickeln.

Vier Kunstschaffende, Petra Annemarie Schleifenheimer und ihr Mann Roland Glaser, Johanna Klose und der Galerist Christian Fritsche, waren bereit, sich intensiv mit dem Thema Reformation auseinanderzusetzen. Reformation, so ihre Überzeugung, sei kein rein historisches Ereignis, Reformation gibt und braucht es auch heute noch, innerhalb und außerhalb der Kirche. Auch heute noch sind Menschen auf der Suche nach Sinn und Orientierung, erleben und erleiden Veränderungen und sich öffnende Freiräume und begegnen dabei bekannten und unbekannten Menschen. Auch für Kunstschaffende ist das eine Herausforderung und Grund genug, kreativ zu werden, künstlerische Impulse zu setzen und Gedankenanstöße zu geben.

Welche Kunst aber soll es sein? Kunst, die Re-formation als Wandel und Veränderung ernst nimmt, den Kirchenraum mit einbezieht, diesen selbst verändert und die Kirchentüren öffnet bis in den Stadtpark hinein. Wer also ab Anfang März die Auferstehungskirche betritt, trifft auf einen neu gestalteten Kirchenraum.

In der Mitte wurde Freiraum geschaffen für ein großes, künstlerisch gestaltetes Podest mit zwei Ebenen. Hier im Mittelpunkt der Kirche kreuzen sich die Linien von außen nach innen, vom Altar in die Stadt, vom Stadtpark in die Kirche und wieder hinaus. Wie das Allerheiligste im Tempel schafft das verhüllte Podest Raum, um nach innen zu gehen und bietet gleichzeitig eine Plattform, um seinen Standpunkt zu vertreten oder die Kirche aus ganz neuer Perspektive zu betrachten. In und auf dem Podest wird es den ganzen Sommer über Aktionen geben, verschiedene Konzerte, Ausstellungen und Lesungen. Auch das Tafelkreuz, Tischreihen vom Inneren der Kirche bis in den Stadtpark hinein, zieht Linien von innen nach außen, verbindet Kirche und öffentlichen Raum und lädt ein, sich zu begegnen, miteinander zu feiern und zu essen.

Und im Stadtpark, auf der Sichtachse zur Auferstehungskirche, ist der blaue Kiosk aufgebaut, ein Schau- und Aktionsraum für Ausstellungen und Installationen, immer wieder auch Werkstatt und Begegnungsmöglichkeit.

Weitere Informationen finden Sie unter hier.

 

Der blaue Kiosk im Stadtpark: Kunstinstallation des Projekts „ReformKiosk
Wer von der Innenstadt zum Stadtparkcafé geht, stößt ab März 2017 auf den blauen Reformkiosk. Petra Annemarie Schleifenheimer und ihr Mann Roland Glaser hatten die Idee zu einer temporären Skulptur zum Reformationsjubiläum auf der Sichtachse zur und im Dialog mit der Auferstehungskirche. Der Kiosk ist Ort und Möglichkeit für künstlerische Prozesse, Spielraum, Plattform und Werkstatt zugleich. Im März werden gleich zwei Projekte im blauen Reformkiosk realisiert:

Dem Volke auf’s Maul schauen: Klanginstallation

„Was wissen Sie über die Reformation? Was fällt Ihnen zu Luther ein?“ fragten Petra Annemarie Schleifenheimer und Roland Glaser Menschen, die ihnen begegneten. An vielen verschiedenen Orten, auf der Straße, im Café und sogar auf dem Petersplatz in Rom erhielten sie ganz unterschiedliche Antworten dazu. Die Interviews verarbeiteten sie zu einer Klanginstallation, die den blauen Reformkiosk wie einen Klangteppich umgibt. Ab März gibt so der Kiosk selbst quasi „non stop“ Antworten zu der Frage nach Martin Luther und der Reformation.

Hier stehe ich: Ausstellung

Auch wenn Martin Luther den berühmten Satz „Hier stehe ich und kann nicht anders“ nie gesagt hat, ist er fest mit seiner Person verbunden. Doch wo treffen wir im Alltag auf Luther bzw. die Reformation? Petra Annemarie Schleifenheimer und Roland Glaser haben weltweit um Fotoaufnahmen von Menschen unter Straßenschildern/Plätzen usw. mit dem Namen „Martin-Luther-...“ gebeten. Diese Fotos sind im März im blauen Reformkiosk zu sehen. „Durch das allseits beliebte Medium der Fotografie bringen wir Menschen dazu, sich mit dem Thema Reformation zu befassen und zu reflektieren“, beschreibt Petra Annemarie Schleifenheimer die Idee dahinter. „Hier stehe ich“, können auch die BesucherInnen sagen und die Ausstellung um eigene Fotos an Martin-Luther-Plätzen ergänzen.

 

Sonntag, 15. Januar (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)

Theatergottesdienst „Luther – Rebell Gottes“

Das Lutherjahr startet in Fürth mit einem kulturellen Höhepunkt: Die Inszenierung  des eigens zu diesem Anlass komponierten Musicals „Luther – Rebell Gottes“ im Stadttheater. Am 15. Januar gibt es einen Theatergottesdienst dazu, der den im Musical gezeigten Abschnitt des Lebens Luthers theologisch beleuchtet. Es werden auch Ausschnitte aus dem Musical zu sehen sein.

Der Dramaturg des Fürther Stadttheaters Matthias Heilmann schreibt über die Inszenierung: „Das Stadttheater Fürth beteiligt sich an der Jubiläumsfeier „500 Jahre Reformation“ mit der Uraufführung des Musicals „Luther – Rebell Gottes“. Der Komponist Christian Auer und die Autorin Nina Schneider verdichten das Leben der Legende Luther mit Stilmitteln der Rockmusik aber auch mit kirchenmusikalisch-archaischen Klängen zu einem spannenden Thriller. Die Handlung spielt im Herbst 1530. Martin Luther und seine reformatorischen Ideen zur Erneuerung der Kirche haben viele Anhänger gefunden, er ist aber noch immer ein Geächteter. Der Theologe Johannes Eck und andere Gegner werfen Luther vor, Deutschland zu spalten. Ein Komplott zur Beseitigung Luthers wird geschmiedet. Vor einem geheimen Tribunal erklärt Luther unbeirrt, dass er sein Leben lang nur eines im Sinn hatte: Den Menschen, Gottes Gnade näher zu bringen. Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, in dem der große Reformator um sein Leben redet und seinen Weg verteidigt. Das Musical über eine der dramatischsten Epochen der Geschichte beleuchtet wie Luthers Lehren die Welt für immer verändert haben.Im Musical treten wichtige Gestalten im Umfeld Luthers, Fürsprecher und Gegner, auf. Neben Luthers Frau Katharina von Bora spielt sein „Beschützer“ Kurfürst Friedrich der Weise von Sachsen und dessen unentbehrlicher Ratgeber Georg Spalatin eine große Rolle genauso wie Luthers Mentor und väterlicher Freund Johann von Staupitz. Aber auch seine Widersacher wie Papst Leo X. kommen vor.“

Herzliche Einladung zu einem besonderen Gottesdienst!

 

Sonntag, 8. Januar 2017 (10 Uhr; Kirche Unsere Liebe Frau)

Ökumenischer Tauferinnerungsgottesdienst

Auch ökumenische Akzente gehören zum Reformationsjubiläum 2017 - gemeinsam wollen wir das stärken, was uns verbindet.  Die drei Innenstadtgemeinden Auferstehung, St. Michael und Unsere Liebe Frau feiern deshalb einen gemeinsamen Gottesdienst zur Erinnerung an die eine, christliche Taufe. Ab 10 Uhr gibt es ein Begegnungscafé in der Kirche, um 10.30 Uhr beginnt der Gottesdienst.

An diesem Sonntag ist kein Gottesdienst in der Auferstehungskirche !

 

Montag, 26. Dezember (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)

Gottesdienst zum Weihnachtsoratorium von J. S. Bach

Am Zweiten Weihnachtstag steht die dritte Kantate des Weihnachtsoratoriums im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Wie zu Zeiten des Thomaskantors verschränken sich Musik, Liturgie und Predigt. Mitwirkende: Eva-Maria Helbig, Sopran, Johanna Sander, Alt, Christopher Kessner, Tenor, Manuel Krauß, Bass, und die Stadtkantorei und der Leitung von Ingeborg Schilffarth

 

Sonntag, 18. Dezember (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)

Filmgottesdienst zu „Tatsächlich Liebe“

 

Freitag, 16. Dezember (19.30 Uhr; Gemeindesaal)
Kino in der Kirche

„Tatsächlich Liebe“ heißt eine romantische Filmkomödie aus dem Jahr 2003. Denn Liebe, so zeigen die Begrüßungsszenen auf dem Flughafen London-Heathrow, gibt es „tatsächlich überall“. Die eigentliche Handlung beginnt fünf Wochen vor Weihnachten und dauert bis zum Weihnachtstag. Ganz unterschiedliche Menschen lernen die Zuschauer im Laufe des Films kennen, werden Beobachter ihrer kleinen und großen Begegnungen und begleiten sie auf den verschlungenen Wegen, die die Liebe sich oft sucht. Da ist zum Beispiel David: frisch gebackener Premierminister Englands, der sich schon beim Einzug in seinen neuen Wohnsitz unsterblich in seine Hausangestellte Natalie verliebt. Oder Jamie, der wortgewandte Schriftsteller, der dem Weihnachtstrubel in der Stille Südfrankreichs zu entfliehen sucht und dort auf die schöne Portugiesin Aurelia trifft, mit der er leider kein Wort wechseln kann.

In der emotional aufgeladenen Vorweihnachtszeit zeigt der Film die Irrungen und Wirrungen von Liebe und dass es manchmal Mut braucht, um Liebe wahr werden zu lassen.

Eine unterhaltsame, augenzwinkernde Einstimmung auf das Fest der Liebe, das mit seinen hochgeschraubten Erwartungen den Umgang mit der angeblich „einfachsten Sache der Welt“ nicht gerade leichter macht.

 

Donnerstag, 8. Dezember (18.30 Uhr; Gemeindehaus)
Kontakt zu neuen Fürthern: Infoabend zu Flüchtlingen im Gemeindegebiet

Seit fast einem Jahr wohnen im Gemeindegebiet der Auferstehungskirche schutzsuchende Menschen in einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge.

 Vielleicht haben Sie die neuen Bewohner des Stadtteils noch gar nicht bemerkt. Die Unterkunft ist von außen kaum zu erkennen und so richtig Kontakt haben die Neufürther zu den Menschen, die hier schon länger oder schon immer leben, auch noch nicht gefunden.

Es leben Familien mit Kindern, aber auch alleinstehende Frauen und Männer im Haus. Die Zusammensetzung der Bewohner unterscheidet sich also eigentlich gar nicht von der in anderen Mehrfamilienhäusern, wie es sie im Gemeindegebiet überwiegend gibt. Und doch ist die Lebens- und Wohnsituation der Menschen in der Unterkunft eine ganz andere. 

Die 40 dort zur Zeit wohnenden Menschen kommen überwiegend aus Syrien und dem Irak. Alle Bewohner sind schon seit einiger Zeit in Fürth, warten entweder auf die Entscheidung ihres Asylantrages oder haben bereits eine Anerkennung und sind auf der Suche nach einer eigenen Wohnung.

Gemeinsam mit Michael Ganzert, dem Sozialarbeiter der Caritas, der für die Unterkunft zuständig ist, möchten wir Ihnen einen Einblick in den Alltag der neuen Mitbürger geben, Ihre Fragen beantworten und uns bei Interesse als „Kontaktknüpfer“ anbieten.

Wir freuen uns auf Sie, am Donnerstag, den 8. 12 um 18.30 Uhr im Gemeindehaus.

Lisa Miller (Evang.-luth. Dekanat Fürth,  fon 749 33 32, mail lisa.miller@elkb.de )

 

Freitag, 29. April (15 Uhr, Gemeindehaus)

Mitgliederversammlung des Diakonievereins: Was gehört eigentlich als zur „Diakonie? – Mehr als Sie denken!“

Bei der Mitgliederversammlung des Diakonievereins sind Interessierte eingeladen zu einem Vortrag in die weite Welt und die damit verbundene Landkarte der Diakonie in Fürth. Michael Bischoff, Vorstandsmitglied des Diakonischen Werkes Fürth, informiert über Einrichtungen und Initiativen des hiesigen Werks: Zur Diakonie zählen dabei nicht nur die Diakoniestationen und Pflegeheime, die Schuldnerberatung oder Seniorenbegegnungsstätte. Mit der Diakonie verbunden sind auch die Kirchliche Beschäftigungsinititative, die Bahnhofsmission, der Gebrauchtwarenhof, oder der Weltladen.

Diese Zusammenhänge sind den meisten Menschen gar nicht so bewusst. Oft ist auch nicht so klar, was sich hinter diesen Angeboten und Arbeitsfeldern verbirgt und welche Aufgaben damit verbunden sind.

Herr Bischoff wird uns deshalb im Rahmen der Mitgliederversammlung am 29. April um 15 Uhr im Gemeindehaus einen Überblick über diakonische Träger und Angebote geben.

Zu diesem Vortrag sind alle interessierten Gemeindeglieder herzlich eingeladen.

Es gibt auch Kaffee und Kuchen. Im Anschluss daran findet die Mitgliederversammlung statt.

 

Sonntag, 24. April (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)

10-jähriges Jubiläum des Posaunenchores

Die Zeit verging wie im Flug. Freudig erinnern wir uns, wie alles begann. Ramona Kühn, die dynamische Kirchenmusikpraktikantin unserer Kantorin, war im Dezember 2005 auf der Suche nach interessierten Gemeindegliedern, um einen Posaunenchor zu gründen. Ein paar Mütter wollten, dass ihre Kinder Trompete oder Posaune spielten, begeisterten ihre Kinder, und fingen dann selbst auch noch mit an. Bald war ein kleiner Chor gefunden und es machte allen sehr viel Freude. Eine geduldige Gemeinde ertrug die anfänglichen Auftritte. Denn eine neue Posaunenchorgruppe, bei der alle Mitglieder  Anfänger sind, klingt oft schräg. Trotzdem hatten wir viel Spaß und waren begeistert bei der Sache. Das lag auch an dem guten Klima in unserer Truppe. Nach einem Jahr musste uns leider Ramona verlassen, da sie nach Unna zog, und es begann die Suche nach einer neuen Leitung. Wir hatten das große Glück bei den Bäcker-Posaunen auf unsere Karin Mehring zu stoßen, die dann unseren Chor mit frischem Wind, Dynamik und Enthusiasmus übernahm und die auch ihren Mann mitbrachte, der immer fleißig hilft. Mit ihr üben wir nun schon 9 Jahre. Sie ist unser Motor. Mit viel Elan treibt und spornt sie uns stets an, mit ihren pfiffigen, oft neuartigen Ideen, die weit über Choräle hinausgehen: Swing und Jazz, was uns viel Spaß macht. Gerade bei den Jüngeren, die immer noch begeistert dabei sind.

Mittlerweile haben wir uns zu einem ordentlichen Chor entwickelt. Obwohl manche aus unterschiedlichen Gründen, z.B. wegen Studium, abspringen mussten, sind wir mittlerweile eine 16-köpfige tolle Bläsertruppe, die Gutes zu Gehör bringt. In der heutigen Zeit ist es nicht immer einfach alle zeitlich unter einen Hut zu bringen. Aber trotzdem schaffen wir es zu den unterschiedlichsten Auftritten. Wir blasen in der Adventszeit in Altenheimen, wir geben Sommerkonzerte, wir spielen am Gemeindefest oder am Jahresempfang, bei verschiedenen Gottesdiensten bei uns in der Kirche oder in Unsere liebe Frau und beim Himmelfahrtsgottesdienst im Dekanat, besonders beliebt ist der Schaustellergottesdienst und das Turmblasen zur Eröffnung der Fürther Kirchweih, da es da sehr spaßig zugeht. In unserer Truppe kommt auch die Geselligkeit nicht zu kurz.  Wir feiern gern zusammen Weihnachten und grillen im Sommer.

Und so laden wir ganz herzlich ein zu unserem 10-jährigen Posaunenchorjubiläum; dass Sie mit uns dieses Jubiläum begehen im Festgottesdienst am Sonntag Kantate am 24. April um 9.30 Uhr in der Auferstehungskirche.

Anschließend gibt es ein Gläschen Sekt und Kirchencafé im Gemeindehaus. Wir freuen uns auf alle, die uns gerne hören.

Renate Vieweg

 

Sonntag, 6. März (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)

Die Johannespassion im Gottesdienst

Das erste Mal aufgeführt wurde die Johannespassion am Nachmittag des Karfreitags 1723 in der Leipziger Nicolai-Kirche. Der damals noch ganz neue Kantor Johann Sebastian Bach hatte zu diesem Anlass extra ein großes Werk geschrieben: die Vertonung der Passionsgeschichte nach dem Johannesevangelium, unterbrochen von kommentierenden Arien. Zwei Gottesdienste in der Passionszeit widmen sich Teilen aus der Johannespassion, um die Kraft der Bach´schen Musik tiefer erlebbar zu machen: am 28. Februar wird die Sopran-Arie „Ich folge dir gleichfalls mit freudigen Schritten“ zu hören sein, am 6. März die Stadtkantorei mit dem Choral „Aus meines Herzens Grunde“. Das ganze Werk wird dann - wie bei seiner  Uraufführung - bei freiem Eintritt am Nachmittag des Karfreitags in St. Michael aufgeführt.

Predigt: Pfarrer Wolfgang Vieweg.

 

Sonntag, 28. Februar (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)

Die Johannespassion im Gottesdienst: „Ich folge dir gleichfalls mit freudigen Schritten“

Das erste Mal aufgeführt wurde die Johannespassion am Nachmittag des Karfreitags 1723 in der Leipziger Nicolai-Kirche. Der damals noch ganz neue Kantor Johann Sebastian Bach hatte zu diesem Anlass extra ein großes Werk geschrieben: die Vertonung der Passionsgeschichte nach dem Johannesevangelium, unterbrochen von kommentierenden Arien. Zwei Gottesdienste in der Passionszeit widmen sich Teilen aus der Johannespassion, um die Kraft der Bach´schen Musik tiefer erlebbar zu machen: am 28. Februar wird die Sopran-Arie „Ich folge dir gleichfalls mit freudigen Schritten“ zu hören sein, am 6. März die Stadtkantorei mit dem Choral „Aus meines Herzens Grunde“. Das ganze Werk wird dann - wie bei seiner  Uraufführung - bei freiem Eintritt am Nachmittag des Karfreitags in St. Michael aufgeführt.

Predigt: Pfarrerin Irene Stooß-Heinzel.

 

Sonntag, 17. Januar (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)

Theatergottesdienst „Caligula“

Albert Camus‘ unter dem Eindruck des Zweiten Weltkriegs geschriebenes Frühwerk „Caligula“ wird im Stadttheater Fürth im Januar neuinszeniert. Der französische Dichter und Philosoph Camus, der 1957 den Nobelpreis erhielt, orientiert sich dabei an der Geschichte des kurzlebigen römischen Kaisers Caligula (Regierungszeit 37 bis 41 n.Chr.), nimmt seine Herrschaft aber als Symbol für unberechenbare Diktatur allgemein.

Der Tod seiner Geliebten wirft den jungen Kaiser Caligula komplett aus der Bahn. Ungewohnte Härte macht auf einmal aus dem unerfahrenen Herrscher einen unberechenbaren Despoten. Seine Freunde halten anfangs noch zu ihm, werden aber von Caligula zunehmend gedemütigt und bestraft. Keiner wird verschont. Die ganze Welt wird vom nach grenzenloser Freiheit strebenden Kaiser aufs Äußerste herausgefordert. Doch wer soll diesen Caligula stoppen? Und wie?

Das Theaterstück, das gerade in den letzten Jahren immer häufiger neuinszeniert wird, zeigt exemplarisch, wie Diktatoren auch heute noch der Welt wie Fremde gegenüber stehen. Damit liefern sie zugleich ihren Gegnern Waffen an die Hand. Es ist nicht möglich, alles zu vernichten, ohne sich selbst mit zu zerstören.

Durch die Existenz von sinnloser Herrschaft, deren einzige Logik darin besteht, dass es keine gibt, stellt sich auch im 21. Jahrhundert die Frage nach Werten, Normen, Gesetzen und Regeln menschlichen Miteinanders wieder neu.

Regie führt Petra Wüllenweber aus Köln, die erstmals am Stadttheater inszeniert.

Matthias Heilmann

Der Theatergottesdienst am 17. Januar greift die Themen des Stücks auf und beleuchtet sie aus christlicher und biblischer Perspektive. Ein Ausschnitt aus der Inszenierung wird gezeigt.

 

Sonntag, 21. Juni (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)

Film-Gottesdienst zum Film: „Vor der Wende: 16 Trickfilme der DDR“, der am 19.6. gezeigt wird.

Eine Szene aus dieser Trickfilmreihe wird im Gottesdienst bedacht.

 

Freitag, 19. Juni (19.30 Uhr; Auferstehungskirche)

Film: „Vor der Wende: 16 Trickfilme der DDR“

Bis zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten war der 17. Juni der Tag der deutschen Einheit. Für mich als Schüler war das zunächst lediglich ein schulfreier Tag. Da mein Vater aus Thüringen stammte und wir dort viele Verwandte hatten, durfte ich immer beim Päckchenpacken mithelfen. Mein Opa war u.a. an der Berufsschule auch für die Handelsfachpacker zuständig und machte das sehr geschickt. Selbst als Jugendlicher rieb ich mir verwundert die Augen, was dort drüben alles so dringend gebraucht würde, sehnlichst erwartet und penibel an den Grenzen kontrolliert. In der Schule lernte ich dann, dass an diesem 17. Juni zunächst der Protest gegen die Erhöhung der Arbeitsnormen im Vordergrund stand und die Frage der deutschen Einheit erst später damit verbunden wurde.War der 8. Mai 1945 für die meisten Deutschen zunächst ein Tag der Befreiung, so standen viele in der DDR sehr bald unter neuem Druck, der erst im Herbst 1989 abgebaut wurde.

Bis zur Schließung 1992 produzierte das DEFA Studio für Trickfilme mehr als 800 Kurztrickfilme jeglicher Trickstile und -techniken. Nach der Gründung 1955 zuerst auf Kinderfilme festgelegt, gerieten in den 70er Jahren zunehmend erwachsene Zielgruppen in den Fokus der Dresdner Trickfilmer. Eine Auswahl von 16 Trickfilmen, die zwischen 1974 und 1990 in der DDR entstanden sind, enthält Elemente sozialer und politischer Satire, die als Realfilm den Giftschrank der DDR-Zensurstuben niemals verlassen hätten.

Wir alle haben so unser DDR-Bild, das wir bei den Filmen am Freitag, 19. Juni, und dem Gottesdienst am 21. Juni etwas schärfen können.

 

Sonntag, 29. März (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)
Film-Gottesdienst zum Film „Blueprint

 

Freitag, 27. März (19.30 Uhr; Auferstehungskirche)
Film: Blueprint

Filme sind bewegte Bilder, die uns unterhalten oder informieren, die uns eintauchen lassen in eine Geschichte oder uns auf emotionaler Distanz halten.

Immer aber fordern sie uns auf, Stellung zu nehmen, mitzufühlen und mitzudenken, oder uns abzugrenzen von den Protagonisten auf der Leinwand.

Über das Medium Film wollen wir uns mit zentralen Lebens- und Glaubensfragen auseinandersetzen.

Anlässlich der Installation von Annemarie Schleifenheimer „Im Spiegel des Augenblicks“ zeigt der Arbeitskreis Kunst und Kirche den Film Blueprint von Regisseur Rolf Schübel (D 2003).

Die in der Installation gezeigten mit persönlichen Erinnerungen behafteten Spiegel laden dazu ein, sich auch mit eigenen Erinnerungen und Gedankensplittern auseinanderzusetzen, sie halten Lebensmomente fest und lassen eigene Erfahrungen auferstehen.

Doch was ist, wenn die eigenen Gedanken möglicherweise nicht die eigenen sind? Wenn ich nur eine Kopie, ein „Blue-print“ der eigenen Mutter bin?

Der Film erzählt die fiktive Geschichte von Iris und Siri Sellin, Mutter und Tochter, die zugleich zeitversetzte Zwillinge sind. Iris ist es gelungen, sich selbst in ihrer Tochter klonen zu lassen. Ihr eigenes Leben möchte sie in der Tochter bewahren, doch Siri hat die Kraft, sich den Plänen ihrer Mutter zu widersetzen...

Film und Gottesdienst thematisieren das Festhalten und Loslassen von Erinnerungen und der eigenen Lebensgeschichte

Samstag, 28. Februar 2015 (18 Uhr; Auferstehungskirche)

Musik zur Passion: Klavier vierhändig.

Fantasien f-Moll von Mozart und Schubert u.a.

Musik an der Grenze des Lebens. Die beiden Spätwerke von Mozart und Schubert werden einander spiegelbildlich gegenübergestellt. Sie eröffnen weite Klangräume - zupackend, gefühlvoll, melancholisch.

Klavier: Sirka Schwartz-Uppendieck und Karen Haardt. Eintritt frei

 

Im Anschluss wird die Installation „Im Spiegel des Augenblicks“ eröffnet. Gegenstände und Ereignisse im Geflecht der Erinnerung. Aspekte der Vergänglichkeit in Objektkunst.

Künstlerin: Petra Schleifenheimer

28.02. bis 04.04., täglich 10 bis 16 Uhr.

Mit ihrer Installation „Im Spiegel des Augenblicks“ lädt Petra Annemarie Schleifenheimer zu ganz persönlicher Reflexion ein. Und was liegt dem Menschen dabei näher, als der Blick in den Spiegel?

Und was könnte spannender sein, als zugleich einen Blick in die Vergangenheit anderer Menschen zu werfen?

Die Künstlerin verband beides miteinander und bat kurzerhand ganz verschiedene Frauen, die sich in den unterschiedlichsten Lebensphasen befinden, um einen Taschenspiegel. Auf diese Spiegel schrieben sie ein Datum, das in ihrem Leben eine besondere Bedeutung hat. Worin diese Bedeutung liegt, bleibt ein Geheimnis. Was die Frauen an ihrem Tag im Spiegel gesehen haben mögen, verraten sie nicht. Glück oder Tränen, Liebe oder Hass, Neues oder Gewohntes – über allem lag der Schleier der schweigsamen Erinnerung.

„Die Spiegel-Sammlung und das Vertrauen der Frauen begeisterten mich“, erinnert sich die Künstlerin an die erste Phase ihrer Arbeit, „doch um all die ungewohnten Perspektiven, die mit diesen Spiegeln erinnert, erspürt, erblickt wurden, zum Sprechen zu bringen, bedurfte es noch eines weiteren Anstoßes.“ Der bot sich Petra Annemarie Schleifenheimer mit einem Gedanken des Philosophen Byung-Chul Han: „Es gibt nur sprachlose, lärmende Kommunikation, das ist ein Problem.“

Dieses Zitat ließ die Künstlerin nicht los und wurde schließlich zur gedanklichen Klammer der Installation. Die neu gewonnene Struktur gab den Ideen einen Halt und zugleich den Raum, den sie zur vollen Entfaltung brauchten. Im Spiegel der Sprache fordert die Installation jetzt ihre BetrachterInnen zum ganz individuellen und sehr persönlichen, fast schon intimen Dialog auf. Gedanke trifft auf Gedanke, wenn das fremde Auge in den Spiegel blickt, der eine andere Person begleitete.

Die Ausstellung versucht nun mithilfe des Mediums Buch, das Problem der sprachlos lärmenden Kommunikation zu lösen. Sie lädt ein, den persönlichen Geschichten nachzuspüren, die die Spiegel der 70 Frauen erzählen, und den stillen Zeitzeugen – Zeugen von persönlichen Erlebnissen und Erinnerungen – aufmerksam zu folgen.

„In 70 Büchern fand ich die Pendants zum gespiegelten Gedanken. Sie alle fordern die BesucherInnen auf zum leisen Dialog im Rahmen einer dynamischen Installation, die von jedem/r einzelnen BesucherIn und ihrer /seiner persönlichen Reaktion mitgestaltet wird.“

Man darf gespannt sein auf eine bewegte und bewegende Kunstinstallation und auf die inspirierende Begegnung mit einer besonderen Künstlerin, die bei der Vernissage anwesend sein wird.

 

Sonntag, 18. Januar 2015 (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)

Theatergottesdienst „Die kleinen Füchse“

Zu Beginn des Kalenderjahres 2015 inszeniert Intendant Werner Müller das selten gespielte Schauspiel „Die kleinen Füchse“ der US-amerikanischen  Schriftstellerin Lillian Hellman (1905–84).

Anhand einer Unternehmerfamilie wird der moralische Verfall einer Gesellschaft vorgestellt, die von den Glücksversprechen des Ökonomischen getrieben wird. Neben der ökonomischen Besessenheit, die im Familienclan generell dominiert, zeigt Hellman aber auch ein Unternehmerhaus, in dem Frauen starke Nehmerqualitäten gewinnen. Insofern muss das Wirtschafts- und Familiendrama auch als eine Emanzipationsgeschichte der Hauptfigur Regina gesehen werden.

Regina ist eine etwa 40jährige Bankiersgattin, und sie will der öden Provinz entfliehen. Anders als ihre beiden Brüder Ben und Oscar hat sie aber keine eigenständige Existenz. Wirtschaftlich hängt sie von ihrem Ehemann ab, der gesundheitsbedingt meist im Sanatorium weilt.

Als ein russischer Investor der Familie eine lukrative Beteiligung an einem Unternehmen anbietet, sieht Regina ihre Chance gekommen: Die Brüder benötigen ihre finanzielle Beteiligung. Reginas Mann durchkreuzt aber alle Pläne und entzieht seiner Frau, um ihre Gier zu bestrafen, das nötige Kapital. Um dennoch an sein Geld zu gelangen, hecken die drei Geschwister – jeder für sich und jeder gegen jeden – ein teuflisches Betrugs- und Erpressungsspiel aus.

Der Umgang mit Menschen unterscheidet sich nicht von dem mit Aktien.

Alles ist Ware.

Hellmans Blick für die Auswirkungen des Kapitalismus auf Zwischenmenschliches sorgten in den USA in den 50-er Jahren für zahlreiche Repressalien. Dennoch behauptete sie sich als einzige weibliche Autorin in der US-Dramatik des 20. Jahrhunderts.

„The Little Foxes“ (Originaltitel) wurde ihr größter Erfolg und zeigt Innenansichten des „Raubtierkapitalismus“ in den USA. Nach der Uraufführung1939 am Broadway sorgte 1941 auch die Verfilmung mit Bette Davies in der Hauptrolle für Furore.

Ewald Arenz hat das 75 Jahre alte Schauspiel für die Fürther Neuinszenierung umgearbeitet und auf die Verhältnisse des 21. Jahrhunderts übertragen.

Im Theatergottesdienst wird Pfarrer Wolfgang Vieweg in einer Predigt auf die Thematik des Stückes eingehen.

 

Sonntag, 9. November (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)

Gottesdienst zur Ausstellung von Thomas Gleb

Thomas Gleb hat die Auswirkungen der Reichs-Pogrom-Nacht am 9. November 1938 am eigenen Leib erfahren. Als Kind einer polnisch-jüdischen Familie genoss er eine traditionelle jüdische Erziehung in einer Thora-Schule. Während er als Künstler in Paris lebte, wurde seine gesamte Familie im Ghetto in Lodz ermordet. Seiner eigenen Deportation ins Konzentrationslager entging er nur durch Flucht im letzten Moment.

Im Gottesdienst am 9. November wird es ebenso um die Lebensgeschichte Thomas Glebs gehen wie um die Verarbeitung seiner Erfahrungen in der Kunst. „Das Wesentliche ist die Hoffnung“ – diesen Gedanken, ein Vermächtnis seines Vaters, hat er in seinen Bildern umgesetzt. Es war ihm wichtig, nicht an der Erinnerung zu verzweifeln, sondern nach vorne zu schauen. So sind seine Bilder Hoffnungsbilder voller Licht, in Farbe und Formen gefasste Spiritualität, die das Wesen der Dinge zur Sprache bringen.

Sie können Mut machen, nach der Hoffnung im eigenen Leben zu suchen und uns stark machen gegen Gewalterfahrungen unserer Zeit.

Herzliche Einladung zu einem besonderen Gottesdienst!

 

Sonntag, 12. Oktober 2014 (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)
Literaturgottesdienst
Armin Stingl, in Fürth geborener Grafiker und Autor, ist Fürther mit Leib und Seele. In seiner Wohnung in der Nähe des Fürther Stadtparks kann er über die Dächer der Stadt schauen und mischt sich auch schon mal ein in die Diskussion um Fürths neue Mitte, oder für den Erhalt historischer Bausubstanz, vor allem aber für ein lebenswertes Umfeld in seiner Stadt.
Dass ihn das Leben in all seinen vielen Facetten beschäftigt, merkt man auch seinen Gedichten an:  Es sind „lyrische Gedankensplitter, sinnverspielte Gefühlsmomente, treffsichere Zeitgeistkritik und hochfeine Experimente mit klassischen Formen“, wie Bernd Noack von den NN schreibt. Themen sind das Leben und die Liebe, Beziehungen in all seinen Spielarten, und manchmal einfach nur kurze Momentaufnahmen aus dem Alltag in der Stadt.
Armin Stingl selbst schreibt zu seinem Werk: „Das Buch LIEBEN UND FALLEN ist ein Nebenprodukt eines Gedichtbandes, an dem ich seit 2005 arbeite. Arbeitstitel: Engel im Orbit, ein konzeptueller Gedichtband mit ca. 80 Sonetten und 26 Illustrationen. Der Inhalt: Große, schwer verdauliche Themen, wie Götter, Superhelden, Engel –grausame, wie gute- und außerdem alles was das Universum der Populärkultur zu bieten hat: Vampire, Werwölfe, Hexen, Zombies. Ziel des Unternehmens ist die Würdigung volkstümlicher und pop-kultureller Sujets mit hochkulturellen Mitteln.
Bei der Arbeit daran zeigte sich bald, daß in diesem unter Pathos und Bedeutung ächzenden Projekt für versöhnliche, philanthropische Töne kein Platz war. Diese sind daher in den beiden ausgekoppelten Gedichtbänden zu finden. Bei ANHÄNGER DER SCHWERKRAFT überwiegen Melancholie und Schicksalsergebenheit, bei LIEBE UND FALLEN Keckheit, Wortwitz und literarischer Anspielungsreichtum. Aber auch diese beide Bücher atmen den anarchischen Geist, der dem Engel im Orbit eigen ist.“
Im Gottesdienst werden Texte aus LIEBEN UND FALLEN zu hören sein: Gedankensplitter aus der Beobachtungsgabe eines wortgewandten Sprachkünstlers, Texte über die Liebe in all ihren Facetten, Nachdenkliches über die wahre Liebe, über die Liebe, die Geborgenheit vermittelt, und über enttäuschte und gescheiterte Liebe.
Viel Menschliches und allzu Menschliches kommt hier zur Sprache –unser ureigenes Wesen, wie wir es in jedem Gottesdienst vor Gott bringen.

 

September (9.30 Uhr, Auferstehungskirche)

Gottesdienst "Gutsein" als Luxus. Dialoge und Kontroversen zwischen Bert Brecht und Martin Luther.

Die Götter suchen einen guten Menschen, können sich aber leider in das Wirtschaftliche nicht einmischen, so erzählt es die Parabel „Der gute Mensch von Sezuan" von Bert Brecht.

Martin Luther dagegen wetterte immer wieder gegen Wucherer und geldgierige Kaufleute und predigte Gottes Parteinahme für die Armen.
Ist Gerechtigkeit Luxus? Können wir uns richtiges politisches Handeln wirklich nur leisten, wenn wir reich und wohlhabend sind? Muss Armut einhergehen mit dem Raubbau an der Natur und der Verletzung von Menschenrechten?
Diesen Fragen will der Gottesdienst in Auseinandersetzung mit Bert Brecht und Martin Luther nachgehen. Brechtlieder und Musik aus seiner Zeit setzen musikalische Akzente.

 

Samstag, 20. September

Ökumenischer Gemeindeausflug nach Bamberg

Ökumenische Begegnungen sind am schönsten unterwegs, in einer Kirche mit Kunst und Kultur, bei gutem Essen und entspannten Gesprächen.

Am Samstag, den 20. September machen wir zusammen mit der katholischen Pfarrei, der evang.-method. Gemeinde und St. Michael einen gemeinsamen Ausflug in das Weltkulturerbe Bamberg. Auf dem Programm stehen ökumenische Kirchenführungen im Bamberger Dom und in der evangelischen Erlöserkirche.

Abfahrt: 9 Uhr an der Kirche „Unsere Liebe Frau".

Fahrpreis und Führung: 15 Euro

Anmeldung: im Pfarramt

 

Sonntag, 29.Juni 2014 (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)

Wozu Schule? Bildung statt Ausbildung!

Gesprächsgottesdienst mit anschließendem politischem Frühschoppen

Bildung ist ein hohes Gut in Deutschland, für eine gute Bildung der Kinder wollen sich alle einsetzen – Eltern und Lehrerinnen, Politiker und Pädagogen. Doch wovon reden wir, wenn wir „Bildung" sagen? Wozu bilden wir Schüler aus? Welches Menschenbild steht hinter unserem gegenwärtigen Bildungssystem und können wir dem von unserem christlichen Glauben aus uneingeschränkt zustimmen? Der Gottesdienst setzt sich mit der Frage nach einem christlichen Menschenbild und seiner Bedeutung für den Begriff „Bildung" auseinander.

Bei einem Frühschoppen mit Weißwurst und Brezeln im Stadtpark werden anschließend Beteiligte und Verantwortliche aus Fürther Schulen zu Wort kommen und miteinander diskutieren.

Predigt: Pfarrer Klaus Buhl (Direktor des Religionspädagogischen Zentrums der bayerischen Landeskirche)

Podium: Markus Braun (Bürgermeister), Petra Pohl (Rektorin der Otto-Seeling-Schule), Ulrike Opfermann-Schmidt (Evangelische Grundschule Luise Leikam), Axel Dunavs (Elternbeirat), LehrerInnen und Schülern

Moderation: Pfarrer Wolfgang Vieweg

Musik: Schülerinnen an verschiedenen Instrumenten.

 

Gründonnerstag, 17. April 2014 (19.30 Uhr; Gemeindehaus)

Gottesdienst mit Tischabendmahl

Am Gründonnerstag feiern wir in diesem Jahr den Gottesdienst in einer besonderen Form: die Gemeinde versammelt sich um eine gemeinsame Tafel im Gemeindehaus. Brot und Wein werden beim Abendmahl von den einzelnen Feiernden an ihren Nachbarn oder ihrer Nachbarin weitergereicht. Damit wird ganz sinnfällig an die Einsetzung des Abendmahls durch Jesus Christus erinnert und die Gemeinschaft der Glaubenden angesichts von Tod und Auferstehung vergegenwärtigt. Vikar Michael Hofmann

 

Sonntag, 6. April 2014 (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)

Gottesdienst zur Matthäuspassion „Ach! Nun ist mein Jesus hin/ Wo ist denn dein Freund hingegangen?"

Die Matthäuspassion von J.S. Bach ist eines der berühmtesten Werke der religiösen Musik. Es ist reich an äußerer Dramatik, innigen Gefühlsäußerungen und Glaubensaussagen und lässt auch bei wiederholtem Hören immer wieder Neues entdecken. Vor dem Konzert am Gründonnerstag und Karfreitag in St. Michael werden Teile dieses Werkes schon in der Passionszeit in einzelnen Gottesdiensten zu hören sein. Predigt und Liturgie geben die Möglichkeit, tiefer in die Passionstheologie der Zeit Bachs einzudringen.
Predigt und Liturgie: Pfarrer Wolfgang Vieweg

Musik: Ingeborg Schilffarth, Alt, Streichquartett „con fuoco", Elfi Stollberg, Orgel, Vokalensemble der Fränkischen Kantorei

 

Sonntag, 23. März 2014 (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)

Gottesdienst zur Matthäuspassion „Können Tränen meiner Wangen nichts erlangen" (Predigt und Liturgie Pfarrerin Stooß-Heinzel)

Die Matthäuspassion von J.S. Bach ist eines der berühmtesten Werke der religiösen Musik. Es ist reich an äußerer Dramatik, innigen Gefühlsäußerungen und Glaubensaussagen und lässt auch bei wiederholtem Hören immer wieder Neues entdecken. Vor dem Konzert am Gründonnerstag und Karfreitag in St. Michael werden Teile dieses Werkes schon in der Passionszeit in einzelnen Gottesdiensten zu hören sein. Predigt und Liturgie geben die Möglichkeit, tiefer in die Passionstheologie der Zeit Bachs einzudringen.

 

Sonntag, 23. Juni (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)

Gottesdienst zum Oratorium "Elias" von Felix Mendelssohn-Bartholdy

„Ist nicht des Herrn Wort wie ein Hammer, der Felsen zerschlägt?" erklingt die Bassarie mit gewaltigen, vom Orchester imitierten Donnerschlägen, nachdem die Baalspriester von Elias vernichtet wurden.

Straft und vernichtet Gott, was seinem Willen widerspricht?

Oder mischen sich hier menschliche Machtgelüste mit der Vorstellung von einem strafenden Gott?

Gott selbst zumindest scheint seinen Zorn zu bedauern. Denn auf das Donnerwetter Gottes folgt ein Klagegesang, der die Trauer Gottes über seinen eigenen Zorn vertont: „Weh ihnen, dass sie von mir weichen."

Wut und Klage zweier Soloarien sind zu hören in diesem Gottesdienst und stellen uns vor die Frage, wie wir umgehen mit Menschen und Ereignissen, die wir nicht akzeptieren wollen.

Mitwirkende sind: Markus Krauß (Bass), Pfarrerin Irene Stooß-Heinzel.

 

Sonntag, 5. Mai (11-17 Uhr)

Orgelinstallation und Feuerskulptur

Ab 11.00 Uhr begleiten experimentelle Klänge eine spannende Kunstaktion der Bildhauerin Freya Lorenz. Die abwechselnd in Stuttgart und in Pietrasanta (Toskana) tätige Künstlerin verlegt für einige Stunden ihre Werkstatt in die Auferstehungskirche. Wir können in Echtzeit erleben, wie ein Kunstwerk (Feuerskulptur) entsteht und wie es sich wieder auflöst.

Gleichzeitig erklingt im Kirchenraum eine Orgelinstallation, konzipiert und gespielt von der Dortmunder Musikprofessorin Eva-Maria Houben.

Sie schreibt dazu: Bei meiner Orgelinstallation wird das Flüchtige, Vergängliche der Musik erfahrbar: Die Orgel entlässt jeden einzelnen Klang, jeden Luftstrom, jedes Rauschen als eine Kostbarkeit, die in der Weite des Raums verloren geht. Leise musikalische Klänge und Geräusche vermischen sich dabei mit Klang und Geräusch der Umwelt. Zu hören sind: Zartheit, Flüchtigkeit, Zerfall für lange Zeit.

Wer den Raum betritt, hat in diesem Moment alle Zeit der Welt.

Zeit zum Hören.

Alle können im Raum umherwandern, können sich mal hierhin, mal dorthin setzen, zwischendurch den Raum verlassen, und wiederkommen in diesen besonderen Raum, in dem Klang/Luft/Wind-Stürme dieser einen spezifischen Orgel rauschen.

Der Raum wird ein Raum der Begegnung. Der Eintritt ist frei!

 

Sonntag, 21. April

Theatergottesdienst zu William Shakespeare "Maß für Maß"

 

Im April wird ein Stück des Großmeisters aus Stratford am Stadttheater Fürth neuinszeniert. William Shakespeare, der das europäische Theater wie kein zweiter revolutionierte und prägte und deshalb beim Spielzeitmotto „Heimat Europa" nicht fehlen darf, schrieb 1604 mit „Maß für Maß" sein letztes Theaterstück, das er als Komödie überschrieb. Dennoch steht das Werk im Spannungsverhältnis zur Tragödie und enthält bitterböse, politisch-brisante und dennoch komische Ansichten über Recht und Gesetz. Den religiösen Eifer der Puritaner und ihren bigotten Protest gegen die Unmoral der damaligen Gesellschaft hatte Shakespeare vor Augen, als er dieses Werk über Moralvorstellungen und religiösen Fundamentalismus schrieb.

 

Sonntag, 17. März (930 Uhr; Kirche)

Literaturgottesdienst mit Veit Bronnenmeyer "Infraschall"

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht die Kurzgeschichte des Fürther Autors Veit BronnenmeyerInfraschall": Subkontrabass-Balalaikaspielerin Vera, durch einen nuklearen Zwischenfall aus ihrer russischen Heimat vertrieben, kommt zur Arbeitssuche nach Fürth. Die Sache scheint aussichtslos bis eine ungewöhnliche Lösung für ein ungewöhnliches Problem gesucht wird...

Mit viel Witz bringt Veit Bronnenmeyer das Problem der Suche nach Heimat und dem richtigen Platz im Leben zur Sprache. Auch der Gottesdienst wird sich der Frage nach Lebenssinn und innerer Verheimatung widmen.

 

Sonntag, 3. März (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)

Gesprächsgottesdienst zum Umgang mit Rechtsextremismus

Das Jahresthema der Lutherdekade 2013 stellt uns vor einige Herausforderungen. Die Frage nach der „Toleranz" steht im Fokus: Wie tolerant sind wir gegenüber Andersdenkenden und Andersgläubigen? Aber auch: Wo sind die Grenzen unserer Toleranz? Eine besondere Herausforderung ist hier das Phänomen von rechtsextremen Denken und rechter Gewalt, die auch in Fürth ein Thema ist. Wie gehen wir um mit Menschen, die ihrerseits jede Toleranz gegenüber Fremden und ausländischen Mitbürgern verweigern - ohne in die gleichen Denkmuster zu verfallen?

Der Gottesdienst am 3.3. wird sich deswegen dem Thema „Umgang mit Rechtsextremismus und rechter Gewalt" widmen. Die Predigt hält Susanne Böhringer, Pfarrerin in Wunsiedel. Pfarrerin Böhringer hat durch die Aufmärsche von Neonazis in Wunsiedel viel Erfahrungen mit diesem Phänomen. Der Gottesdienst wird Elemente eines Friedengottesdienstes enthalten und steht unter dem Motto: „Wir gedenken der Opfer, nicht der Täter". Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.

Am 3. März fand, angelehnt ans Lutherdekaden-Jahresthema „Toleranz", der Gesprächsgottesdienst zum Umgang mit Rechtsextremismus statt.

Der Sonntag heißt Okuli, nach dem Psalmwort „Meine Augen sehen stets auf den Herrn" (Ps 25,15). Das genaue Hinsehen und Aufdecken rechtsradikaler Untaten wählte die Gastpfarrerin Susanne Böhringer aus Wunsiedel als Motto. Im Altarraum empfingen die Blicke der Gottesdienstbesucher große Holzkreuze. An diesen Kreuzen hingen die Namen der von Neonazis seit 1989 getöteten Menschen. Der Altarraum war zu klein, für insgesamt mehr als 150 Namensschilder. Diese Holzkreuze anzufertigen und aufzustellen war eine der vielen Aktionen, mit denen die Wunsiedler ihren Mut zum Hinsehen bewiesen haben. In den 1990er Jahren marschierten über 4000 Neonazis durch Wunsiedel, erzählte Böhringer in der Predigt, zum Grab von Rudolf Hess. Im Ort wohnen etwa 8000 Menschen. Viele Einwohner wollten nach anfänglicher Skepsis und Angst nicht länger wegsehen und ihren Ort den Neonazis überlassen. Sie gründeten eine Bürgerinitiative und besetzten die Plätze in Wunsiedel, an denen Neonazis unerwünscht waren, vielseitig positiv: Mit bunten Aktionstagen, mit Ausstellungen und gemeinschaftsfördernden Initiativen. „Einfach dagegen sein reicht nicht", sagt Pfarrerin Böhringer im Gespräch nach dem Gottesdienst. Gerade junge Menschen brauchen positive, bunte Alternativen zur braunen Gemeinschaft. Die am meisten gefährdete Altersgruppe (zwischen 14-18 Jahren) sucht nach Möglichkeiten, an der Gesellschaft teilzunehmen, und das heißt auch, Verantwortung zu übernehmen. Eine (Kirchen-)Gemeinde, die solche Beteiligungsmöglichkeiten bietet, hat die Neonazi-Auswüchse, die auch in Fürth vorhanden sind, im Griff. Lidia Barth

 

Sonntag, 24. Februar (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)

Gottesdienst zur Ausstellung: "Gefängnis- und was dann?"

Am Sonntag, den 24.02., wird der Gottesdienst mit anschließender Diskussion von Pfarrer Baumeister und seinem Team gestaltet. Pfarrer Baumeister ist gleichzeitig Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Untersuchungshaft in Deutschland, Diakon Richard Strodel ist stellvertretender Bundesvorsitzender der evangelischen Gefängnisgeistlichen in Deutschland. Dritte im Team ist Frau Sozialpädagogin Sabine Schnee. Herzliche Einladung zu einem Gottesdienst, der Einblick bietet in eine fremde Welt, sowie die Möglichkeit zum Gedankenaustausch.

 

Die Justizvollzugsanstalt in der Nürnberger Mannerstraße befindet sich – räumlich betrachtet – in der Nähe unserer Kirchengemeinde. Gleichwohl wähnen wir uns fern von den hinter den Gefängnismauern eingesperrten Menschen. Herr Frank Baumeister, Pfarrer in dieser JVA, ermöglichte uns im Gottesdienst am 24. 02. einen Einblick in den uns fremden Alltag der Häftlinge. Das anschließende Gespräch drehte sich vor allem um zwei Problemkreise: Untersuchungshäftlinge dürfen nicht arbeiten. Aber es wird versucht der psychischen Belastung durch diese verordnete Untätigkeit mit diversen Angeboten entgegen zu wirken. So gibt es z.B. die seelsorgerische Betreuung. Der Häftling kann am Sonntag den Gottesdienst in der JVA besuchen. Und es wird ihm die Teilnahme an verschiedenen Arbeitskreisen angeboten. Die in der Kirche ausgestellten Bilder etwa sind im Arbeitskreis „Malen" entstanden. Im Hintergrund dieser kreativen Arbeit steht das Bemühen, beim Häftling einen Prozess der Reflexion über das begangene Unrecht anzustoßen. Dabei ergibt sich immer wieder die Schwierigkeit, von der Stufe des Verdrängens („Es ist passiert.") zur Stufe der Selbsterkenntnis („Ich habe die Tat begangen.") fortzuschreiten. Das zweite Problemfeld öffnet sich nach der Entlassung aus der Haft. Wenn die ehemalige Häftlinge wieder in die Gesellschaft jenseits der Mauern eintreten, uns sozusagen wieder näher kommen, beginnen oft erst die eigentlichen Probleme. Dabei fiel uns auf, dass wir gerade dabei dann auch selbst angesprochen sind als Vermieter, als Arbeitgeber oder Arbeitskollege, als Gesprächspartner. Wenn sich in dieser Zeit nach der Haft die Ferne nicht zur Nähe wandelt, wenn also die Resozialisierung nicht gelingt, so wächst die Gefahr eines Rückfalls. Hier sind wir gefordert. Christa Seifert

 

Mittwoch, 26. Dezember- Stephanustag
Stephanustag - was ist das?

Im evangelischen Kirchenkalender sind die Gedenktage von Heiligen und Märtyrern nicht mehr so im Blick wie noch zur Reformationszeit. Dennoch kann es interessant sein, sich mit ihnen zu beschäftigen. Dekan i.R. Michael Höchstädter wird deshalb im Gottesdienst am 2. Weihnachtstag (26.12.) eine Predigt zum Stephanustag halten - Herzliche Einladung!
 

 

Sonntag, 9. Dezember
Theatergottesdienst
Drei Wasserspiele", so heißt die neue Produktion des Stadttheaters Fürth, mit der es im Rahmen eines Theatergottesdienstes wieder in der Auferstehungskirche zu Gast sein wird.

Komponiert von Detlev Glanert und basierend auf den „Dreiminutenspielen" von Thornton Wilder greifen „Drei Wasserspiele" eine der Grundfragen menschlichen Lebens auf: Wie kann der Mensch in seelischen oder körperlichen Katastrophen Erlösung finden?

In drei Kurzopern wird jeweils ein anderer Aspekt dieser Frage gezeigt: in „Leviathan" diskutiert ein auf dem Meer treibender Prinz mit einer Meerjungfrau die Frage, ob diese eine Seele haben kann. „Der Engel, der das Wasser bewegte" zeigt Kranke, die sich vom Wasser des Teiches Bethesda Heilung erhoffen. Und bei „Der Engel auf dem Schiff" erklären drei Gestrandete eine vom Sturm gerettete Gallionsfigur zum neuen Gott und rufen diese um Hilfe an.

Alle Stücke verbindet das Motiv des Wassers, eines der Ursymbole der Menschen.

Auch im Christentum spielt Wasser eine zentrale Rolle: in seiner zerstörenden, heilenden und rettenden Kraft erkennen wir die Wirkmacht Gottes. Und passend zur Adventszeit erscheinen in „Drei Wasserspielen" auch immer wieder Engel – echte und falsche Engel, Engel, die wirklich retten, und Engel, die benutzt und schnell wieder „weggeräumt" werden, wenn man sie nicht mehr braucht.

Der Gottesdienst wird die im Theaterstück gestellten Fragen aufgreifen und aus biblischer und theologischer Sicht erörtern.

SängerInnen der Produktion, junge Studierende der Musikhochschule Nünrberg, zeigen Ausschnitte aus dem Stück und Matthias Heilmann, Dramaturg des Stadttheaters Fürth, gibt eine kurze Einführung.

Herzliche Einladung zu diesem ganz besonderen Adventsgottesdienst! Ihre Pfarrerin Irene Stooß-Heinzel

 

 

 

Adventsandachten

In den Wochen zwischen den Adventssonntagen

jeweils mittwochs um 19.30 Uhr in der Kirche:

Mittwoch, 5.12.: Warten

Mittwoch, 12.12.: Hoffen

Mittwoch, 19.12.: Vertrauen

 

Mittwoch, 21. November (9.30 Uhr; Gemeindehaus)
Kinderbibeltag "Give me five"

Fast 30 Kinder haben sich am Buß- und Bettag im neuen Gemeindehaus zusammengefunden, um miteinander einen schönen Tag zu erleben.

Um „Nächstenliebe" ging es diesmal, und wie wir helfen können mit unserem Herz und unseren Händen.

Zuerst wurde die biblische Geschichte vom barmherzigen Samariter nachgespielt. Auch wenn am liebsten alle Kinder Räuber sein wollten, wurde der Verwundete am Ende aber doch noch von einem hilfsbereiten Menschen auf den höchst menschlichen Esel gehoben und versorgt. Anschließend galt es, Werke der Barmherzigkeit herauszufinden und zu erproben: zum Beispiel einen Verletzten sachgerecht verbinden, aus einem „Fluss" in kurzer Zeit möglichst viel Wasser holen oder mit Stoffen eine nackte Puppe ankleiden.

Der Nachmittag war dann dem Basteln gewidmet, aus Socken und Filz entstanden ganz unterschiedliche und originelle Handpuppen wie Katzen, Piraten, Engel und viele andere.

Natürlich war auch für die Verpflegung bestens gesorgt, und wir haben viel gesungen und gespielt. Am Ende des Tages gingen Kinder und Betreuer dann müde und zufrieden nach Hause.

Vielen Dank an das Team: Heide Beyer, Karin Dietz, Sigrun Götz, Vikar Hofmann und Renate Vieweg haben mit viel Engagement zu einem gelungenen Tag beigetragen.

 

Sonntag, 18. November (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)
Familiengottesdienst "Schuster Martin"

Martin ist ein armer, frommer Schuster in einer kleinen russischen Stadt. Eines Nachts hört er Jesu Stimme: „Martin, morgen will ich dich besuchen!" Den ganzen Tag wartet er voller Spannung auf den hohen Besuch. Und wirklich, es kommen einige Besucher und klopfen an seiner Tür. Ob Jesus wohl dabei ist? ...

Diese Legende von Leo Tolstoi steht im Mittelpunkt unseres nächsten Familiengottesdienstes.

Er widmet sich dem Thema: Wo ist Jesus heute? Und wie begegnet er uns?

Das Bilderbuch „Schuster Martin", liebevoll erzählt und wunderschön illustriert, begleitet uns dabei durch den Gottesdienst.

Anlass für diesen Familiengottesdienst zu ungewohnter Zeit bietet unsere Bilderbuchausstellung „Lesen steckt an".

Sie zeigt besonders empfehlenswerte Bilderbücher zum Kirchenjahr und religiösen Themen wie Versöhnung und Nächstenliebe.

Der „Schuster Martin" ist eines der ausgestellten Bücher.

 

Sonntag, 21. Oktober (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)

Gottesdienst mit Liedpredigt "Vater Unser im Himmelreich"

Martin Luther, so weiß man, war ein wort- und redegewandter Mensch.

Er hat die Bibel ins Deutsche übersetzt, viele Briefe und Lehrschriften verfasst und sich auch, das ist weniger bekannt, als Lieddichter betätigt. Geistliche Lieder, gesungen in der vertrauten deutschen Sprache, dienten zur Erbauung und zum Trost der Gläubigen und wurden dankbar in Gottesdiensten und Hausandachten gesungen. Manche der Lieder Martin Luthers wurden wahre Schlager, wie z.B. das Weihnachtslied „Vom Himmel hoch, da komm ich her", andere kennt man eher über ihre Melodie. So vielleicht auch das Lied „Vater unser im Himmelreich" – eine Nachdichtung des Vaterunser, in Strophenform gefasst und mit einer damals bekannten und bis heute eingängigen Melodie versehen.

Der Gottesdienst widmet sich dieser und anderen Vaterunser-Vertonungen. Das Vaterunser ist das Grundgebet des christlichen Glaubens, das unser Bitten um alles, was wir zum Leben brauchen, in Worte fasst. Es wendet sich an Gott, den wir so vertraut anreden dürfen wie unseren eigenen Vater oder unsere eigene Mutter. Immer wieder wurde es vertont im Musik- und Rhythmusgeschmack der jeweiligen Zeit. Im Gottesdienst erklingt die Vaterunser-Sonate von Felix Mendelssohn-Bartholdy, gespielt von Sirka Schwartz-Uppendieck an der Orgel. Weitere Vaterunser-Variationen singt der Liturgische Chor. Herzliche Einladung zu diesem besonderen Gottesdienst. Ihre Pfarrerin Irene Stooß-Heinzel

 

Sonntag, 14. Oktober (11 Uhr; Auferstehungskirche)
Erzähltheater "Ritter Rüstig und Ritter Rostig" mit Sigi Wekerle zur Eröffnung der Bilderbuchausstellung.

 

Sonntag, 24. Juni (9.30 Uhr, Auferstehungskirche)

Gottesdienst mit Liedpredigt

Dieses Mal steht der Lutherchoral „Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist" im Mittelpunkt.

Im Evangelischen Gesangbuch ist er in der Rubrik der Pfingstlieder aufgeführt, aber eigentlich ist er ein hymnischer Lobpreis der Dreieinigkeit Gottes in Vater, Sohn und Heiligem Geist. Deshalb wurde dieser Choral auch als Wochenlied für den Gottesdienst an Trinitatis, ein Sonntag nach Pfingsten, ausgewählt (EG 126).

Luther griff dabei den lateinischen Hymnus „Veni creator spiritus" auf, der Hrabanus Maurus zugeschrieben wird und im Jahr 809 entstand. „Komm, Schöpfer Geist, suche du das Innere der Deinen heim. Fülle mit himmlischer Gnade die Seelen, die du geschaffen hast. Heiliger Geist, du bist der Trost, das Geschenk des allerhöchsten Gottes, du lebendige Quelle. Feuer, Liebe, Glut, Geisthauch, wegweisender Finger Gottes, ..." Hrabanus Maurus war der berühmteste theologische Lehrer und Schriftsteller in Deutschland zur Zeit des Frühen Mittelalters (um 780-856).

Der Reformation war der Gemeindegesang sehr wichtig. Dazu fehlten allerdings zunächst Lieder in deutscher Sprache, die die Gemeinden singen konnten. Deshalb übersetzte Martin Luther 1524 diesen Hymnus ins Deutsche und passte die Melodie an den neuen deutschen Text an.

Der Gottesdienst wird musikalisch gestaltet durch den Kirchenchor der Auferstehungskirche. Außerdem wird die Orgeltoccata von Dorothea Hofmann (geb. 1961) zu hören sein. Die Orgel spielt Kirchenmusikdirektorin Sirka Schwartz-Uppendieck. Die Predigt hält Pfarrer Wolfgang Vieweg.

 

Freitag, 22. Juni (20 Uhr, Auferstehungskirche)

Weißblaues Beffchen

Das „Weißblaue Beffchen" ist das älteste Kabarett evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Bayern. 1979 standen die Freizeitkabarettisten zum ersten Mal auf der Bühne des Deutschen Evangelischen Kirchentages - mit so viel Erfolg, dass sie inzwischen regelmäßig in Gemeinden und beim Kirchentag auftreten. Die sechs Beffchen-Träger verwöhnen mit „anspruchsvollem, hochklassigem und bissigem Kabarett." Kartenvorverkauf ab 14. Februar beim ebw oder im Pfarramt Auferstehung. Gebühr: 14 Euro Vorverkauf, 16 Euro Abendkasse

 

Sonntag, 22. April (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)

Tanzgottesdienst zur Auferstehung

Ostern erzählt von der Verwandlung des Dunklen in Licht, der Trauer in Hoffnung, vom Tod ins Leben. Es ist ein Prozess, eine Bewegung, die im Tanz sichtbar und nachvollziehbar werden kann.

Die Tänzerin Sophie Habenicht wird im Gottesdienst am 22. April Auferstehung tanzen nach Musik von J.S. Bach.

In Texten und biblischen Geschichten wird der Gottesdienst der Auferstehung in unserem Leben nachgehen. Es musizieren Sirka Schartz-Uppendieck (Orgel) und Michael Herrschel (Klarinette).

 

Sonntag, 18. März (9.30 Uhr)

Liedpredigt zum Lutherchoral "Christ lag in Todesbanden"

2012 ist das Jahr von „Reformation und Kirchenmusik". Aus diesem Anlass gibt es in der Auferstehungskirche einige Gottesdienste, die einen Choral Martin Luthers in den Mittelpunkt stellen.

Die Reformation war nicht nur eine Glaubens- sondern auch eine Singbewegung. Durch die Lieder verbreiteten sich der neue Glaube rasch im ganzen Land, erreichte Kopf und Herzen der Menschen und schenkte ihnen eine ganz neue Möglichkeit, selbst ihrem Glauben Ausdruck zu geben.

Den Anfang der Liedpredigten macht am Sonntag Lätare der Osterchoral „Christ lag in Todesbanden". Martin Luther hat hierbei auf ein bekanntes mittelalterliches Osterlied zurückgegriffen und ein reformatorisches Osterlied daraus geschaffen: Bildreich und wortgewaltig erzählt er vom Kampf zwischen Leben und Tod, der mit dem Sieg des Lebens endet.

 

Sonntag, 4. März (9.30 Uhr):
Theatergottesdienst
zur Uraufführung der Kammeroper „Der starke Wanja" im Stadttheater Fürth

„Der starke Wanja" ist das letzte Werk des im Sommer 2011 verstorbenen Autors Horst Hawemann (1940 – 2011), der das Opernlibretto nach dem Buch „Die Abenteuer des starken Wanja" von Otfried Preußler schrieb. Otfried Preußler (geb. 1923) gehört zu den meistgelesenen Kinderbuchautoren. Welterfolge wie „Räuber Hotzenplotz", „Krabat" oder „Die kleine Hexe" stammen aus seiner Feder.

Die Musik schrieb der Fürther Komponist Peter Fulda, der auch die musikalische Leitung der Produktion übernimmt.

Die Handlung spielt in einem kleinen russischen Dorf. Der Bauernjunge Wanja lebt glücklich bei seiner Tante Akulina. Aber seine beiden Brüder sind sehr verärgert, denn Wanja liegt stundenlang in der Sonne und macht um die Arbeit einen großen Bogen.

Eines Tages erscheint ein alter Pilger bei der Familie und prophezeit dem Müßiggänger, dass er eines Tages Zar werden wird. Dafür müsse er allerdings sieben Jahre schweigend auf dem Ofen verbringen und nur Sonnenblumenkerne essen, bis er stark genug sein werde, um das Dach des Hauses zu heben.

Von Jahr zu Jahr wird er stärker, aber auch die Gehässigkeiten der Brüder werden immer schlimmer.

Nach sieben Jahren macht er sich auf in Richtung der weißen Berge, wo die Zarenkrone auf ihn wartet.

Viele Abenteuer liegen auf seinem Weg, bevor er sein Ziel erreichen kann.

Die Kammeroper vergegenwärtigt, wie viel Kraft und Geduld ein Mensch benötigt, um ein hohes Ziel zu erreichen.

Und der Mut sich Zeit zu lassen, ist in einer schnelllebigen Zeit eine seltene Tugend.

Der Unterschied zwischen Langeweile und lange Weile haben, das Schweigen, die Geduld und das In-sich-Gehen sind durchaus theologische Themen, die Berge versetzen, die Welt aus den Angeln heben oder ein Hausdach anheben können.

So sind der Mut, die Stärke und die Geduld des Bauernjungen Wanja nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene ein nachdenkenswertes Vorbild.

Beim Theatergottesdienst wird auch ein musikalischer Ausschnitt aus der Kammeroper zu hören sein. Matthias Heilmann/Wolfgang Vieweg

 

Die Passionsandachten, immer mittwochs um 19.30 Uhr, beschäftigen sich in diesem Jahr mit der aktuellen Ausstellung: „Todsünden ? – Sieben Fragen an mein Leben". Jeder Abend lädt ein zur Beschäftigung mit einem Bild und zur Auseinandersetzung mit einer der sog. „Todsünden". Einen Spiegel wollen uns diese Bilder vorhalten und zum Nachdenken anregen: Bin ich noch in der Spur des Lebens oder bereits auf die falsche, dem Tod verhaftete Bahn geraten? Die Themen der einzelnen Abende lauten:

  7. März: „Der stolze Hirsch und seine Träume";

14. März: „Schlafen, schlafen ..."

21. März: „Zähne zeigen";

28. März: „Alle, nur ich nicht ... warum?"

 

Ab Mittwoch, 29. Februar (19.30 Uhr, Kirche): Ausstellung "Todsünden? Sieben Fragen an mein Leben"

Auf Anregung des Arbeitskreises Kunst und Kirche haben die Malerin Kerstin Hlawa und der Maler Robert Baloiu unter dem Motto „Todsünden? Sieben Fragen an mein Leben" je einen siebenteiligen Bilderzyklus geschaffen. Die Vernissage findet am Mittwoch, dem 29. Februar im Rahmen einer Passionsandacht in der Auferstehungskirche statt. Sirka Schwartz-Uppendieck spielt dabei als musikalische Umrahmung die Nummern 1 und 2, „Ira" (Zorn) und „Superbia" (Hochmut, Stolz) aus dem Orgelzyklus „Die sieben Todsünden" von Horst Lohse. Michael Herrschel liest dazu die Prosaminiaturen: „Hilfe, nicht streiten!" und „Der Pfau im Spiegel". Die Ausstellung ist von 29. Februar bis zum 7. April zu sehen (täglich 10-16 Uhr, ab 25. März 10-18 Uhr).

 

Sonntag, 5. Februar (9.30 Uhr; Kirche)
Literaturgottesdienst "Die Sintflut"

Michael Herrschel (Einführung zur abendlichen Lesung) • Sirka Schwartz-Uppendieck (Orgel) • Irene Stooß-Heinzel (Predigt)

 

In den verregneten Wintermonaten habe ich eine Erzählung geschrieben, die ich am Sonntag, den 5. Februar in der Auferstehungskirche vorstellen will: „Die Arche im Kristall", frei nach biblischen Motiven. Beim Literaturgottesdienst um 9.30 Uhr lese ich kurze Auszüge. Die Predigt dazu wird Pfarrerin Irene Stooß-Heinzel halten.

Und am Abend um 17.00 Uhr folgt dann die komplette Geschichte, im Dialog mit spannender atmosphärischer Musik, interpretiert von Sirka Schwartz-Uppendieck auf Orgel und Harmonium: Geheimnisvolles Windrauschen werden wir hören, ebenso auch Vogelstimmen und ein Seemannslied…

 

Zur Einstimmung hier eine kleine Vorschau auf die Handlung:

Magister Dragon hat ehrgeizige Pläne. Er will ein Schiff bauen, so groß, wie es noch keines gab. Und neue, sichere Häfen: denn die Wetterforscher prophezeien, dass das Wasser an den Küsten steigen wird. Aber Magister Dragon verspekuliert sich: Das Wasser steigt schneller als gedacht. Die Küstenstädte versinken im Chaos, und die Seefahrt bricht zusammen. Magister Dragon macht bankrott. Was wird nun aus seinem kühnen Traum, seinem Schiff? Halbfertig und verwaist steht es in einer Werft, flussaufwärts am Saum des Gebirges. Die Bewohner des benachbarten Dorfes betrachten es mit begehrlichen Blicken. Sie laufen zum Großgrundbesitzer Noach und bestürmen ihn: „Nimm das Ding in Besitz! Lass es uns zu Ende bauen! Hilf uns – sonst ertrinken wir alle!" Noach zögert. Er fühlt sich zu alt für dieses Abenteuer. Aber seine Frau Yonda macht sich bereits auf die Suche nach dem ehemaligen Chefkonstrukteur von Magister Dragon. Er heißt Baruel, soviel weiß sie. Und er lebt ganz zurückgezogen. Wenig später stehen Yonda und Noach vor Baruels Tür – und hinter ihnen eine aufgebrachte Menge, die auf rasches Handeln drängt. Baruel öffnet: ein bedächtiger Mensch, eingesponnen in seine eigene Welt. In Kristallvitrinen hütet er Hunderte von Schiffsmodellen, die er weitschweifig erklären will. Da fliegt ein Stein durchs Fenster. Nur durch einen Trick bringt Noach Baruel soweit, dass er im letzten Moment das richtige Modell mitsamt den Konstruktionszeichnungen herausrückt. Mit dem Mut der Verzweiflung stürzen sich jetzt alle in die Arbeit. Sie ist kaum zu bewältigen. Denn das Schiffsinnere ist so riesig, dass eine ganze Stadt darin Platz hat! Unmengen von Lebensmitteln werden eingelagert, ein Süßwasserspeicher angelegt, und ringsherum sogar ein Park, der vielen Tieren Obdach bietet. Während Noach unter Erschöpfung leidet und bald nur noch schlafen kann, sieht Yonda aus allen Himmelsrichtungen, auf Booten und Flößen, Flüchtlinge herankommen. Sie begehren Aufnahme in das Schiff. Yonda hilft nach Kräften. Die Leute aus dem Dorf protestieren: Sie wollen die Schotten dichtmachen. Aber wie soll das gehen, solange das Schiff nicht fertig ist? Als ein spielendes Kind aus Noachs Familie beinahe in den Fluten umkommt, wird endgültig klar, dass nicht mehr viel Zeit bleibt… Michael Herrschel

 

Sonntag, 5. Februar 2012 (17 Uhr; Kirche)

Autorenlesung "Worttheater: Die Arche im Kristall" 

Das Wasser an den Küsten steigt bedenklich. Ein Fernhändler macht bankrott beim Versuch, das größte Schiff der Welt zu bauen. Der alte Noach wird bestürmt, den verwaisten Kahn flottzumachen. Er zögert, aber dann ertrinkt seine Enkeltochter beinahe in den Fluten. Es bleibt nicht mehr viel Zeit…

Michael Herrschel erzählt eine freie Fantasie über die biblische Sintflut-Geschichte. Sirka Schwartz-Uppendieck begleitet den Text mit experimenteller Orgelmusik.
 

2012

 

- Sonntag, 23. Oktober (11 Uhr; Auferstehungskirche)

Vortrag „erben - schenken – stiften" von Falko Bode, Notar

Die gesetzliche Erbfolge hat oftmals unerwünschte Auswirkungen und begünstigt durch die Verteilung auf viele Köpfe die Zerschlagung von Werten. Jeder von uns hat es aber in der Hand, seinen Wünschen entsprechend zu schenken und zu testieren und so nicht nur die Achtung des eigenen Willen zu erreichen, sondern Frieden zu stiften und die erschaffenen Werte zu schützen. Der Referent geht auf die zivil- und erbschaftsteuerlichen Rahmenbedingungen ein und er behandelt auch steuerlich privilegierte Zuwendungen zugunsten kirchlicher, mildtätiger und gemeinnütziger Erben, ferner die Möglichkeit der Errichtung einer Stiftung.

Der Notar Falko Bode ist Praktiker der vorsorgenden erbrechtlichen Beratung und Gestaltung. Seit 2001 amtiert er in Fürth.

 

- Freitag, 21. Oktober (16 Uhr; Auferstehungskirche. Treffpunkt: vor der Kirche)

Führung durch die Ausstellung

mit Wolfgang Janowsky, Direktor der Evang.-Luth. Landeskirchenstelle und Leiter der Stiftungsaufsicht in Bayern

 

Sonntag, 16. Oktober (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)

Theatergottesdienst zu "Max Frisch: Graf Öderland"

Am 16. Oktober findet erneut ein Theatergottesdienst zu einer aktuellen Produktion des Stadttheaters Fürth statt. Zum 100. Geburtstag des Schweizer Schriftstellers Max Frisch inszeniert das Stadttheater das Stück „Graf Öderland", das Max Frisch selbst als seine „ihm liebste und lebendigste Arbeit" bezeichnet hat.

Das Stück zeichnet die Geschichte eines Staatsanwaltes nach, der über der Anklage gegen einen Mörder unvermittelt selbst zum Mörder wird, der mit der Axt durchs Land zieht und alle tötet, die sich seinem Anspruch auf Freiheit entgegenstellen. Auf seinem blutigen Zug durchs Land scharen sich immer mehr Anhänger um ihn, die am Ende die Revolution ausrufen und die Macht im Staat übernehmen. Die vordergründig sinnlose Tat eines Amokläufers wird so zur Anklage gegen gesellschaftliche Zwänge. Das Stück stellt die Frage nach der Notwendigkeit zum Ausbruch aus der bürgerlichen Ordnung und zum gesellschaftlichen Wandel und greift so den Fragen der Generation „Wutbürger" (Wort des Jahres 2010) voraus.

Zwang und Freiheit, Wandel und Veränderung sind die Themen, denen sich auch der Gottesdienst zu diesem Stück stellen wird. Was sagt die Bibel dazu, welche theologischen Antworten können wir zu diesen Fragen finden?

Im Gottesdienst werden Schauspieler eine Szene aus dem Stück spielen, musikalisch gestalten ihn Sirka Schwartz-Uppendieck, Orgel, Kathrin Münten, Kontrabass und Michael Herrschel, Gesang.

 

Sonntag, 29. Mai (9.30 Uhr)

Vorstellungsgottesdienst der KonfirmandInnen

Der diesjährige Konfirmandenjahrgang wird Anfang Juni konfirmiert. Bei einem Vorstellungsgottesdienst am 29. Mai stellt sich die Gruppe der Gemeinde mit einem selbst gestalteten Gottesdienst vor. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst durch den "Integrationskreis Regenbogen", eine integrative Band aus Oberhausen.

 

Sonntag, 22. Mai, 9.30 Uhr, Auferstehungskirche

Gottesdienst zum Sonntag Kantate

Am „Sonntag der Kirchenmusik" singt die Fränkische Kantorei Claudio Monteverdi (1567-1643): „Laudate pueri“ (Psalm 112) aus der „Marienvesper“ (1610) und A-capella-Motetten von Heinrich Schütz, Johann Pachelbel u.a. Fränkische Kantorei, Leitung und Orgel: Ingeborg Schilffarth

 

Sonntag, 8. Mai (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)

Theatergottesdienst zu „Der Hofmeister" von Bertolt Brecht

In Partnerschaft mit dem Stadttheater Fürth wird Pfarrer Wolfgang Vieweg die Predigt, Lieder, Lesungen und Musik auf die Produktion „Der Hofmeister" von Bertolt Brecht abstimmen. Und auch ein Ausschnitt aus der Neuinszenierung wird Bestandteil des Gottesdienstes sein.

Die Vorstellungen von „Der Hofmeister" im Stadttheater Fürth finden am 7. April (Premiere), am 8., 9. und 12. April, sowie am 10., 11. 12. und 13. Mai 2011 statt.

Die Fassung von Bertolt Brecht nach der Komödie des Goethe-Zeitgenossen Jakob Michael Reinhold Lenz (1751–1792) spiegelt auch tagesaktuelle Debatten wider: schlecht bezahlte Lehrer, Eltern, die ihre Kinder nicht verstehen und eine politische Öffentlichkeit, die sich ihre Ratlosigkeit in der Bildungsmisere nicht eingestehen kann.

In „Der Hofmeister" werden diese Diskussionen zur Zerreißprobe für den Lehrer Läuffer, der ein kärgliches Dasein als Hofmeister (Privatlehrer) bei einem adligen Major fristet. Er soll den unmündigen Kindern Leopold und dem schwärmerischen Mädchen Gustchen Manieren und Bildung beibringen.

Die attraktive Gustchen hat ihrem Vetter Fritz Treue geschworen, glaubt sich aber vergessen, als Fritz zum Studium abreist und sich nicht mehr blicken lässt. Das launige Spiel Gustchens bringt Läuffer in Verwirrung. Er wird ihr Ersatzkandidat. Als Gustchen vom Hofmeister ein Kind erwartet, flieht Läuffer zu einem Dorfschullehrer, bei dem er sich zum Preis der Geheimhaltung als Gehilfe verwenden lässt.

Weil er seine Sinneslust als Ursache seiner Misere ansieht, bestraft er sich selbst durch Kastration.

Dem Dorfschullehrer erscheint diese radikale Abtötung als höchste Qualifikation für das Pädagogenamt.

Die ökonomische Schieflage zwischen Herrschaft und Untertan, die Jakob Lenz am privaten Schicksal des Hofmeisters zeigt, hat Brecht aktualisiert, verallgemeinert und den Konflikt zwischen herablassender Herrschaft und unterwürfigem Bürgertum noch verschärft.

Dr. Matthias Heilmann

 

Sonntag, 1. Mai (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)

Themengottesdienst „Arbeit"

Schon der Anfang der Bibel stellt die menschliche Arbeit als Teil des göttlichen Schöpfungsauftrages dar: der Mensch ist von Gott dazu berufen, die Erde zu bebauen und zu bewahren. Die Arbeit ist aber auch Teil des Fluchs der Menschen: als Strafe für die Übertretung von Gottes Geboten wird die menschliche Arbeit mit Mühe und Anstrengung verbunden.

Trotz aller Aufklärung, trotz aller Veränderungen in unserer modernen Arbeitswelt hat sich an diesem Grunderlebnis von uns Menschen nicht viel geändert: unsere Arbeit ist für uns Lust und Frust zugleich, wir verbinden sie mit dem Sinn unseres Lebens und leiden doch zugleich an ihren Schattenseiten.

Was bedeutet also Arbeit aus theologischer Sicht? Welche Arbeit ist menschengemäß und entspricht unserem Schöpfungsauftrag? Was sagt die Bibel zu unserer modernen Arbeitswelt? Diesen und ähnlichen Fragen wird der Gottesdienst am Morgen des 1. Mai nachspüren.

Musikalisch gestaltet wird dieser Gottesdienst von Sirka Schwartz-Uppendieck und Michael Herrschel mit Arbeiterliedern und Chansons von Kurt Weill u.a.

 

Sonntag, 10. April

Bericht von der Gemeindeversammlung

Am Sonntag, dem 10. April, traf sich ein kleiner Kreis von Interessierten nach dem Gottesdienst zur Gemeindeversammlung. Die Vertrauensfrau berichtete über die Themen, die den Kirchenvorstand im letzten Jahr beschäftigt haben. Dabei standen vor allem zwei Themen im Mittelpunkt, der Landesstellenplan und die Gemeindehaussanierung.

Der neue Landesstellenplan sieht eine Kürzung im Umfang einer halben Pfarrstelle für die Gemeinden Auferstehung und St. Michael vor. Nach langen Beratungen der beiden Gemeinden wurde nun beschlossen, dass die halbe Pfarrstelle in St. Michael gekürzt wird, beide Gemeinden aber künftig eng miteinander kooperieren werden, um die Kürzung gemeinsam aufzufangen. Wie die Kooperation im Einzelnen aussieht, soll in den nächsten Jahren entwickelt werden. Dazu gibt es ein Kooperationsteam aus beiden Gemeinden.

Der Gemeindehausumbau hat sich noch einmal um ein halbes Jahr verzögert (ursprünglich geplanter Baubeginn: Oktober 2010), ist aber nun in der konkreten Planung und Vorbereitung. Voraussichtlich werden die Umbauarbeiten im Sommer beginnen und bei zügiger Umsetzung im Dezember oder Januar nächsten Jahres abgeschlossen sein.

Weitere Themen, über die verhandelt wurden, waren die Jubelkonfirmation im Juli und die Pläne für eine evangelische Schule in Fürth.

 

Sonntag, 3. April (11 Uhr; Auferstehungskirche)

3. Fastenrede: Medienethik

Raimund Kirch, Chefredakteur Nürnberger Zeitung/ Pfarrer Günter Kusch

Die Medien besitzen große Macht. Durch ihre Verbreitung beherrschen sie mit ihrer Weltsicht die öffentliche Meinung. Mit dem Internet ist ein neues Medium populär geworden, das nach ganz eigenen Gesetzen funktioniert.Was sagt ein Journalist zur Macht der Medien? Wie werden Konflikte zwischen Pressefreiheit und öffentlichen Interesse gelöst?

 

Sonntag, 27. März (11 Uhr; Auferstehungskirche)

2. Fastenrede: Grenzfragen der Medizin

PD Dr. Bert Reichert, Plastische Chirurgie/ Pfarrerin Irene Stooß-Heinzel

Ärzte, die schwere Krankheiten behandeln, geraten schnell an Grenzfragen der Medizin. Viele Ärzte behandeln ihre Patienten aus ethischen Gründen bis zum Eintreten des Todes. Heute kann ein Patient erklären, dass er Grenzen respektiert zu wissen wünscht. Gibt es eindeutige Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen? Wie weit darf die Medizin gehen um Krankheiten zu heilen?

 

Sonntag, 20. März (18 Uhr; Auferstehungskirche)
Taizé-Gebet

Die Auferstehungskirche ist von Kerzenlicht erfüllt. Die typischen Gesänge aus Taizé werden uns wieder auf unserem Weg durch die Passionsszeit begleiten.

Der Taizé-Gottesdienst ist eine Gelegenheit, inmitten der Hektik der Zeit eine Auszeit zu nehmen. Eine Stille von ca. 10 Minuten anstelle einer Predigt verhilft uns dazu.

 

Sonntag, 20. März,(11 Uhr; Auferstehungskirche)

1. Fastenrede: Hart und weich in der Erziehung

Redner: Michael Endres, Martin-Luther-Haus Nürnberg/ Dekan Jörg Sichelstiel

Erst kürzlich wurde mit dem Buch „Die Mutter des Erfolgs" von Amy Chua wieder Härte in der Erziehung propagiert und in der Öffentlichkeit positiv aufgenommen. Gibt es eine Wende zurück zu Strenge und Härte in der Erziehung? Welche Werte will evangelische Bildung vermitteln?
 

Sonntag, 20. März 2011, 9.30 Uhr, Auferstehungskirche

Gottesdienst zum Sonntag Reminiscere: „Fürwahr, er trug unsre Krankheit“

Melchior Franck: „Das trostreiche 53. Kapitel aus dem Propheten Jesaja“

Vokalensemble der Fränkischen Kantorei, Leitung und Orgel: Ingeborg Schilffarth

 

Mittwoch, 16. März 2011, 19.30 Uhr, Auferstehungskirche

Passionsandacht mit Musik

zur Eröffnung der Ausstellung „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ des Kunstvereins GAGA e.V. (Galerie- und Ateliergemeinschaft für Authentische Kunst für Menschen mit psychischen Problemen)

(16. bis 26. März täglich 10.00 bis 16.00 Uhr,

27. März bis 25. April täglich 10.00 bis 18.00 Uhr)

Franz Schubert (1797-1828): Impromptu As-Dur op. 90,4 (1827)

Dorothee Eberhardt (*1952): „Chamäleon“ (1990)

Sirka Schwartz-Uppendieck (Klavier)

 

Samstag, 26. Februar (9.30-15 Uhr; Gemeindesaal)
Kinderweltgebetstag

Im Vorfeld des Weltgebetstages 2011 finden am letzten Februarwochenende zwei Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche im Gemeindehaus der Auferstehungskirche statt:

Unter dem Motto „eine Reise nach Chile" lernen wir Land und Leute kennen, wir werden singen, spielen, essen, basteln... gemeinsam, für Groß und Klein ist was im Angebot dabei. Passend zum Titel des diesjährigen Weltgebetstagsgottesdienst („Wie viele Brote habt ihr") werden wir auch dieses Jahr wieder Brot backen.

Am Sonntag, den 27.2., um 9.30 Uhr feiern wir dann gemeinsam den Kinder- und Jugendgottesdienst zum Weltgebetstag. Im Zentrum des Gottesdienstes steht die bunte, selbst gestaltete Mitte, in die alles einfließt, was wir über das Weltgebetstagsland erfahren haben

 

Damit wir gut planen können ist eine Anmeldung mit Angabe des Alters vor allem für den Samstag wichtig (entweder im Pfarramt oder über Email: karin_dietz@gmx.de)

 

Sonntag, 30. Januar (9.30 Uhr; Auferstehungskirche)
Gottesdienst mit Dada-Krippenspiel
In diesem Gottesdienst spielt die Theatergruppe der Volkshochschule Fürth ein Krippenspiel aus der Zeit des Dadaismus. Dazu singt die Stadtkantorei Stücke aus dem Weihnachtsoratorium

Eine Hinführung dazu finden Sie im Gemeindebrief (Monatsgruß Seite 5)

 

Donnerstag, 27. Januar 2011 (19.30 Uhr; Gemeindesaal)

Jahresempfang

Am Donnerstag, den 27. Januar, um 19.30 Uhr findet wieder unser jährlicher Neujahrsempfang für alle MitarbeiterInnen der Gemeinde statt.

An diesem Abend stehen der Dank für alle das Jahr über geleistete ehrenamtliche Arbeit sowie das gemeinsame Feiern im Mittelpunkt. Auch Partnerinnen und Partner sind herzlich willkommen.